Weekly Update: Weltfrauentag und die Corona-Doppelmoral

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Also heute muss ich mir hier einmal kurz Luft machen. Über die Corona-Doppelmoral. Und ich will ansprechen, warum wir einen Weltfrauentag brauchen.

Während ich hier zu Hause gerade auf dem Sofa sitze und Tee trinke, während ich diese Worte schreibe (ein normaler Erkältungsvirus), geht es in meinem Kopf auch um ein dazu passendes Thema. Corona. Eigentlich ja Covid-19.

Ich bin kein Arzt. Kein Experte. Deswegen gibt es von mir jetzt keine Vorschläge zur Vorbeugung und keine richtige Stellungnahme zur Panik (Obwohl: Nudel- und Toilettenpapier Hamsterkäufe? Im Ernst? Und wascht bitte regelmässig Eure Hände (Handseife gab es erstaunlicherweise noch zur Genüge)).

Eine Sache regt mich aber gerade auf – und Ihr kennt mich ja – das muss dann auch raus.

Diese Corona-Doppelmoral – was soll das?

Gerade werden in meiner Branche reihenweise Events abgesagt. Was nicht nur schade wegen des Networkings ist, sondern vor allem auch finanziell Relevanz hat. Schließlich sind in meinem Job Veranstaltungen oft mit der Buchung von Content über das Thema verbunden. Bei mir ist das zum Glück nicht der Großteil meiner Buchungen, aber doch ein nicht unerheblicher Teil – bei Kolleginnen, die nur einen Kanal bespielen, aber teilweise schon.

Da werden also Veranstaltungen mit 20, 30, 40 Menschen abgesagt. Wegen Corona. So wird das auch kommuniziert. Gleichzeitig finden Fußballspiele mit 45.000 Zuschauern statt. 45.0000! Konzerte. Und wir sitzen im Kino mit einer großen Anzahl Menschen. Im ICE. Sogar in Restaurants sitzen abends mehr Menschen als teilweise auf den kleinen Events, zu denen sehr exklusiv eingeladen wird.

Und genau diese Corona-Doppelmoral verstehe ich nicht. Und ich würde mich wirklich freuen, wenn sie mir jemand erklärt. Warum geht es nicht zuerst an die Großveranstaltungen wie die Fußballspiele? Weil da das große Geld steckt? Rein aus logischen Gründen müssten doch die größten Veranstaltungen zuerst abgesagt werden.

Wenn wir nicht mit 50 Menschen mehr in einem Raum sein dürften, dann müsste es doch auch Kino-Verbote geben.

Ich bin gespannt wie das noch weitergeht. Aber gerade verwirrt mich das alles sehr.

UPDATE: Einige Tage nachdem dieser Artikel erschien, werden Fußballspiele ohne Zuschauer ausgetragen und Konzerte abgesagt. Eine wichtige Maßnahme, die bei Erscheinen dieses Artikels aber noch nicht eingetreten war.

Brauchen wir einen Weltfrauentag?

Diese Frage wurde gestern auf Instagram groß diskutiert. Und ich sage: Ja! Nicht weil wir Frauen an diesem Tag beschenkt werden müssen. Sondern um Aufmerksamkeit für Themen wie die Gender Pay Gap zu schaffen. Und auch einfach für alltägliche Themen wie „Mental Load“. Oder warum ist es heute egal wie viele Stunden eine Frau arbeitet noch immer „ganz normal“, dass sie sich um das meiste zu Hause kümmert und die mentale Arbeit an ihr hängen bleibt?

Ich habe schon häufig mit meinem Mann beispielsweise über die Frauenquote diskutiert. Weil die männliche Sicht oft ist: Braucht man doch eigentlich nicht. Wenn eine Frau gut genug ist wird sie auch genau gleichberechtigt wie ein Mann eingestellt. Wird sie aber nicht. Nicht wenn sie beispielsweise 30 ist. Weil: „Die wird ja eh bald schwanger und fällt aus.“ Und jetzt sagt mir mal, dass das nicht so ist.

Also ja: Wir brauchen einen Weltfrauentag. Und wenn es nur ist, damit wir Themen rund um Gleichberechtigung anreißen und diskutieren. Dazu ist doch jeder Anlass wichtig und richtig.

Und was war auf Sue Loves NYC so los?

Diese Woche war etwas anders hier auf dem Blog. Es gab nicht eine, sondern gleich zwei Life at 30 Kolumnen. Weil ich anlässlich zum Weltfrauentag unbedingt noch etwas los werden wollte. Hier findet Ihr die erste Kolumne und hier die Weltfrauentags-Life-at-30-Kolumne.

Habt eine schöne Woche!


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