Stressbewältigung: Das Gedankenkarussell anhalten

In: Achtsamkeit
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Im Kopf scheint sich alles zu drehen. Die Gedanken überschlagen sich. Das Gedankenkarussell anhalten lassen, das schaffst Du mit diesen Stressmanagement Strategien.

Seit diesem Jahr gibt es bei mir auf Instagram und auch hier auf dem Blog jeden Monat einen Less Stress by Sue Impuls. Dabei geht es um ein Thema aus der Stressbewältigung, das ich Euch näher vorstelle. Einen Impuls, den ich geben möchte.

Und im Januar habe ich den Impuls „Das Gedankenkarussell anhalten” gewählt. Auch in Anbetracht der aktuellen Situation, in der sich die Gedanken im Kopf ab und an geradezu überschlagen können.

Wenn wir das Gedankenkarussell anhalten wollen, dann gehört das zur kurzfristigen Stressbewältigung. Das heißt ich stelle Euch heute Maßnahmen vor, die kurzfristige Erleichterung bringen. Sie sind keine Dauerlösung, sondern sind eher als Notfallstrategien zu sehen.

Stressbewältigung: Das Gedankenkarussell anhalten

Beispiele für kurzfristige (palliative) Stressbewältigung

#1 Ablenkung

Es klingt so einfach, sich von Gedanken abzulenken. Das ist es aber oft nicht. Deshalb kann es hilfreich sein, sich zu überlegen und auszuprobieren, welche Ablenkung einem als Notfallstrategie hilft. Das kann lesen sein oder ein Spaziergang. Aber auch einfach eine kleine, bewusste Achtsamkeitsübung. Ich rate da oft zu einem sehr bewussten Blick aus dem Fenster. Ist dort vielleicht ein Baum? Nimm diesen ganz bewusst war. So richtig wie durch eine Lupe. Das Grün, die Blätter oder Nadeln. Den Stamm. Etwas ganz bewusst zu beobachten, das kann Euch helfen, aus Eurem Gedankenkarussell auszusteigen.

#2 Konzentrieren auf den Atem

Eine sehr gute Stressbewältigungs-Technik ist immer das Konzentrieren auf den eigenen Atem. Ist man so richtig im Gedankenkarussell gefangen kann es allerdings schwer fallen, die Konzentration zu behalten. Deswegen empfehle ich beispielsweise das Einatmen zu zählen. Durch das Zählen bleibt der Fokus auf dem Atem. Auch schön finde ich persönlich, die Hände auf den Bauch zu legen und so mitzubekommen, wie sich die Bauchdecke hebt und senkt. Einatmen und bis vier zählen, kurz die Luft anhalten und dann alles vollständig durch den leicht geöffneten Mund langsam ausatmen. Das ist eine Übung, die ich sehr empfehlen kann, wenn Ihr Euch auf den Atem konzentrieren wollt.

#3 Abreagieren durch körperliche Aktivitäten

Um das Gedankenkarussell zu durchbrechen, helfen sportliche Aktivitäten auch sehr gut. Das kann eine Joggingrunde, aber auch einfach ein achtsamer Spaziergang sein. Oder sogar Hausarbeit, die von den Gedanken ablenkt.

#4 Der Gedankenstopp

Im ersten Moment wird manchmal ungläubig geschaut oder geschmunzelt, wenn ich vom Gedankenstopp erzähle. Hier geht es nämlich tatsächlich um ein visualisiertes oder laut ausgesprochenes „Stopp”, um die Gedankenkette zu unterbrechen. Wir werden dabei selbst aktiv und stellen uns beispielsweise ein Stoppschild ganz genau vor. Oder setzen ein körperliches Signal, wie die Hand zur Faust zu ballen. Auch wirklich laut „Stopp” zu sagen kann helfen. Wichtig ist es, dass auf den Gedankenstopp eine positive Selbstinstruktion folgt (wie zum Beispiel ein stressvermindernder Gedanke, ein Ablenken oder eine Entspannungstechnik (wie z.B. den Atem zählen wie oben genannt)). Über den Gedankenstopp habe ich hier auch einen eigenen Artikel geschrieben bereits.

Probiert es einfach mal aus. Ich freue mich sehr über Euer Feedback, entweder hier oder natürlich auch via Instagram. Das Wichtigste wie immer: Macht Euch nicht zu viel Druck. Sich beispielsweise bewusst auf seinen Atem konzentrieren zu können, das braucht wie alles Übung und auch seine Zeit. Seid nicht so streng mit Euch, sondern probiert einfach einmal, was Euch gut tut.

Bild: Sophie Wolter


2 Kommentare

  • Sabine

    10. Januar 2021 at 18:18

    Ich hab vorhin unabhängig von deinem Artikel zu genau diesem Thema eine Meditation gemacht. 🙂 deine Tipps sind wirklich toll und ich habe manche davon schon ausprobiert und festgestellt: es hilft! :-)) mir hilft es auch, die Gedanken aufzuschreiben, dann fliegen sie nicht mehr im Kopf herum und stressen einen, sondern sind niedergeschrieben und bringen Ruhe. Glg! 🙂

    Antworten

  • Susan Fengler

    11. Januar 2021 at 13:15

    Hallo liebe Sabine, das freut mich so sehr! Ja, aufschreiben finde ich auch immer sehr hilfreich. Liebe Grüße! Susan

    Antworten

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