Weekly Update: Vielleicht ist 2020 das wichtigste Jahr

In: Lifestyle
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Die letzte Woche war eine sehr wichtige Woche. Vielleicht wird 2020 sogar das wichtigste Jahr seit langem. Gedanken zur aktuellen Zeit und ein kleiner Wochenrückblick mit viel Ehrlichkeit.

Obwohl ich positiv denke und bewusst lebe, habe ich mich auch dieses Jahr schon dabei erwischt, zu sagen, dass ich mir 2019 zurück wünsche. Denn 2020 fordert uns mit der Pandemie heraus wie es meine Generation noch nie mitbekommen hat. Aber vielleicht helfen uns die Herausforderungen diesen Jahres auch zu wachsen. Denn festgefahrene Strukturen scheinen gerade aufgerüttelt zu werden. Es bewegt sich etwas.

Vielleicht ist 2020 das wichtigste Jahr – und rüttelt uns wach

In den letzten Tagen habe ich mich auch oft über Worte auf Instagram geärgert (dazu in der Life at 30 Kolumne am Freitag wahrscheinlich mehr). Aber ein Posting hat mich richtig tief berührt.

Ihr habt das Posting von Leslie Dwight sicherlich schon an der ein oder anderen Stelle gesehen. Ich teile es hier dennoch noch einmal.

 

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Ein Beitrag geteilt von LESLIE DWIGHT (@lesliedwight) am

Vielleicht brauchen wir dieses unbequeme Jahr, um die Welt zu einer besseren Version zu verändern. Das ist doch ein wirklich schöner Gedanke. 2020 als Jahr der Veränderung und nicht als Jahr, das wir einfach streichen wollen.

#Blacklivesmatter

Auch ich habe mich online natürlich zur Black Lives Matter Bewegung geäußert. Weil ich den Kampf gegen Rassismus (übrigens nicht erst seit letzter Woche) so wichtig finde. Auch ich lerne gerade in diesem Jahr noch deutlicher, dass es nicht nur reicht „kein Rassist“ zu sein und dass ich mich seit ich denken kann in meinem persönlichen Umfeld einsetze. Ich muss noch viel mehr lernen und noch aktiver werden. Und die Grenzen meines „Happylands“ sprengen und aus meiner Blase heraustreten.

Dass ich mich über Rassismus weiterbilden kann – zum Beispiel indem ich diese „Anti-Rassismus Bücher“ lese – und ihn nicht selbst erleben muss, das ist ein großes Privileg. Und das wurde mir letzte Woche noch deutlicher bewusst als zuvor. Überhaupt mein „White Privilege“, über das ich jetzt noch deutlich häufiger nachdenke.

Was mir besonders wichtig ist zu betonen: Schweigen ist nicht Gold. Nicht wenn es um Rassismus geht. Nicht wenn es um Sexismus geht. Nicht wenn es um Ungerechtigkeit geht. Dazu habe ich in der letzten Woche auch ehrliche Worte in meiner aktuellen Life at 30 Kolumne gefunden.

Doch seid Euch bitte auch bewusst: Social Media bildet nicht jede Sekunde unseres Lebens ab. Und nur, weil beispielsweise ein Instagram-Account sich online nicht jeden Tag aufs Neue gegen Rassismus positioniert, bedeutet das nicht, dass sich die Person hinter dem Account im realen Leben nicht einsetzt.

Ist die Pandemie vorbei?

Ehrlicherweise bin ich über die Demos mit viel zu geringer oder keiner Einhaltung der Corona-Regeln kritischer Meinung. Während ich so froh bin, dass sich etwas bewegt und zu 110% hinter der Bewegung stehe, kann ich die letzten Monate und die Pandemie nicht einfach so ausklammern. Und da geht es überhaupt nicht um mich und eine egoistische Angst mich anzustecken. Es geht mir um Menschen (auch Freunde) mit Vorerkrankungen und um viel mehr. Deshalb hätte ich mir während einer – noch nicht überstandenen – Pandemie andere Demonstrationsformen gewünscht. Andere Wege. Ein auf die Straße gehen ohne die Pandemie auszuklammern, sondern mit bedachten Lösungen. Und versteht mich nicht falsch: Ich sage hier mit keinem Wort „keine Demo“ (es muss gerade jetzt etwas passieren, es kann nicht einfach „verschoben“ werden), sondern nur eine andere Form, die die Pandemie-Regelung mehr einschließt.

Aber es geht hier auch nicht allein um die Demos. Auch wenn ich in der letzten Woche an der Alster mit dem Fahrrad vorbeifuhr oder bei Social Media scrollte: Kein Einhalten der Abstandsregeln mehr. Masken, die mehr zur Deko am Hals hingen, als wirklich Mund und Nase zu bedecken. Ich hoffe die strengen Maßnahmen all die Monate werden damit nicht innerhalb von kürzester Zeit redundant gewesen sein.

Mit meinen ehrlichen Worten mache ich mich wieder angreifbar. Das ist mir bewusst. Aber ich gehe lieber in eine Diskussion, höre mir andere Meinungen an und trete in einen Diskurs – als zu schweigen nur um allen zu gefallen und nicht anzuecken.

Habt einen guten Start in die neue Woche!

Bild: Habe ich bei Canva erstellt


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