Weekly Update: Gerade ist es einfach genug

In: Lifestyle
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Ihr wisst, von mir gibt es viel Positives, aber Ihr sagt auch immer, dass Ihr meine Ehrlichkeit so schätzt. Da teile ich ganz ehrlich mit Euch: Gerade ist es einfach genug.

In den letzten Wochen hatte ich wahnsinnig schöne Momente und dazu zählen besonders die Tage auf Usedom. Und auch die beiden Tagen an der Ostsee letztes und vorletztes Wochenende. Einfach ins Auto setzen und für einen Tag ans Meer fahren. Das macht mich so wahnsinnig glücklich. Auch am Samstag war es wieder soweit und ich habe mich natürlich auch wieder ins (an diesem Tag besonders kalte) Wasser gewagt.

Ich sage es ganz ehrlich: Gerade ist es einfach genug

Warum es mich gerade so stark jede Woche an mein Happy Place, das Meer zieht? Weil mich unsere Wohnungssituation in Zeiten der Pandemie doch sehr mitnimmt. Ich versuche (wie Ihr ja wisst) immer sehr positiv zu bleiben. Aber ich kann einfach keine besseren Worte finden als: Gerade ist es einfach genug.

Wir sind gestern für 5 Wochen aus unserer schönen Neubau-Mietwohnung ausgezogen. Hat einen ganzen Tag gedauert. Weil wir seit Januar ein Wasserschaden-Problem haben, das nun endlich, endlich behoben wird. Und der Weg bis heute hat mich schon so viel Kraft gekostet. Ich will nicht so sehr ins Detail gehen, aber ich wundere mich, dass ich bei all dem „Hinterhersein“ und dem immer wieder Warten und Ärgern, nicht schon nur noch graue Haare auf dem Kopf habe.

Jetzt sind wir gestern ausgezogen und ich hoffe so sehr, dass wirklich jetzt alles in den 5 Wochen gelöst wird. Drückt die Daumen… So ärgerlich, weil der Wasserschaden und der starke Schimmel im Neubau-Schlafzimmer nur davon kamen, dass Hamburg Wasser beim Wechseln der Wasserzähler nicht 2 Minuten achtsamer den Zähler unter der Abdeckung festgeschraubt hat. Ich weiß nicht, ob ich je wieder einem Wasserzählerwechsel zustimmen kann.

Gestern zogen wir dann um und ich durfte noch drei Stunden die Ersatzwohnung, die wir angemietet haben putzen, bis sie meinem Standard entsprach. So hatte ich mir das bei einer Mietwohnung, die teuer vermietet wird, eigentlich nicht vorgestellt. Gerade in Zeiten der Pandemie, in der ich ohnehin noch viel mehr Wert auf Hygiene lege. Seit diesem Jahr weiß ich es so sehr zu schätzen, wie wichtig es ist, sich in der Wohnung wohl zu fühlen.

Vor allem hatte ich mich in den letzten Wochen ohnehin schon nicht richtig wohl gefühlt. Weil ich mit einer Entzündung in meinem Körper zu kämpfen habe, die nur mit Antibiotikum behandelt werden konnte (und das versuche ich immer so sehr zu vermeiden).

Ich schreibe das alles auch aus einem weiteren Grund

Too much information? Warum ich das alles gerade schreibe? Damit Ihr wisst: Es ist nicht immer nur alles Ponyhof, Regenbogen, Tage am Meer und Rumspringen im Bikini.

Gerade saß ich vor der leeren Seite hier und dachte: Gerade ist es einfach genug. Und ich habe beschlossen: Diese Woche will ich so richtig gut zu mir sein. Der Vorteil der Mietwohnung: Eine tolle große Terrasse. Auch wenn es gerade sehr bewölkt ist: Hier werde ich heute – nachdem ich alles fertig ausgeräumt habe – an der frischen Luft Yoga machen. Und jetzt erst einmal eine große Kanne Lavendeltraum-Lieblingstee trinken. Zwischen den Mails Atemübungen machen und nicht nur für andere immer da sein, sondern diese Woche vor allem für mich.

Ich will diese neue Wohnungssituation jetzt nicht mehr nur als Bürde, sondern auch als Chance sehen. Will viel Zeit draußen verbringen und mich von dem bisherigen Jahr auch ein wenig erholen. Klar: Es geht immer so vielen anderen viel schlechter. Aber die eigenen Probleme dürfen ruhig auch einmal schwer wiegen. Wichtig ist für mich nur, dass ich nicht wochenlang in ihnen versinke.

Dabei hilft mir, mich auf die positiven kleinen Dinge zu konzentrieren. Das Schlafzimmer muss neu eingerichtet werden – kann auch Spaß machen. Und ich habe mich so gefreut, dass die Versicherung Bett und Schränke übernommen hat.

Dennoch schaffe ich es nicht immer in der Situation selbst positiv zu bleiben. Was ich aber in den letzten Jahren gelernt habe: Relativ schnell die Stop-Taste zu drücken und mir selbst etwas Gutes zu tun. Nicht nur zu funktionieren, sondern achtsam zu sein und bewusst zu leben.

Und das bedeutet heute: Genug geärgert über Sanitärleute und Wohnungen, die nicht sauber sind. Diese Woche plane ich aktiv schöne Momente ein, die einfach gut tun. Und wenn das nur gleich der Tee auf der Terrasse im weichen Lieblingssweatshirt ist…

Was war auf Sue Loves NYC so los?

Ich habe mit Euch super leckere glutenfreie und vegetarische Rezepte fürs Grillen geteilt. Außerdem gab es einen Hotel-Tipp für Hamburg. Und es ging in der Life at 30 Kolumne (wahrscheinlich weil ich es gerade so sehr brauche) um Dolce far niente.

Habt eine schöne Woche! Und denkt dran, wenn mal etwas so richtig schief läuft: Ihr seid nicht allein! Und Ihr dürft Euch auch selbst priorisieren und Euch etwas Gutes tun.

Bild: Dennis Kayser


1 Kommentare

  • Sarah

    27. Juli 2020 at 13:58

    Ich denke an dich und drücke so fest die Daumen, dass in fünf Wochen wirklich alles gelöst ist! <3

    Antworten

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