Mit Salat zum erfolgreichen Modeblog?

In: Lifestyle
salat

Salat. Ja, nicht nur Bestandteil des Namens des wohl bekanntesten Modeblogs weltweit, sondern langsam auch das Einzige, das man im Modeblogger- und Instagram-Business wohl zu sich nehmen kann, wenn man richtig erfolgreich sein will.

Ich war glücklicherweise immer recht zufrieden mit meinem Körper. Habe eher wie die Männer in den Spiegel geschaut und gemurmelt „ja passt schon alles“. Bloggen ist für mich Schreiben und deswegen habe ich auch bisher nicht den großen Schlankheits-Druck gespürt wie andere Blogger. Kleine Modegeschenke? Die gibt es trotzdem oft in XS! Gepasst hat mir das vielleicht noch mit 15…

Als ich heute bei Chiara auf Instagram gestöbert habe, ist mir wieder einmal aufgefallen: sie ist wie viele andere internationale Topblogger kaum noch zu sehen. Sieht neben ihrer jüngeren Schwester beim Yoga aus wie 14. Die Fotos von der berühmten Modebloggerin am Esstisch und in Restaurants? Bei den letzten Ma(h)len gab es nur Salat (ausser einem #shedidnoteatthis Keks im Mund). Salat, Salat, Salat (checkt es selbst). Klar – wer dünn ist, ist erfolgreich. Ich folge den internationalen Modebloggern schon jahrelang. Selbst die schlanksten Mädels werden immer dünner. Ein gefährlicher Trend.

Das Schönheitsideal in unserer Gesellschaft ist das eine – aber digital wurde alles in den letzten Jahren vor meinen eigenen Augen immer schlimmer. Man kann bekannten Bloggern quasi Tag für Tag beim Abnehmen zuschauen. Für Instagram-Influencer ist es ohnehin ein offenes Geheimnis: wer Usern „Body goals“ präsentiert, der bekommt die Likes. Je dünner, je besser. Bei einigen Outfitfotos geht es gar nicht mehr um den Look, sondern um die Darstellung von Thigh Gap, knochigem Schlüsselbein – oder gleich ein weiter Seitenausschnitt um die Rippen zu präsentieren. Bei Bloggerin Rumi Neely konnte ich mir das vor ein paar Wochen nicht mehr mit ansehen. Wenn doch mal leckeres Essen gepostet wird (zieht ja auch), dann habe ich schon selbst live mitbekommen, wie Cupcake und Co. nur für das Instagrambild da waren – aber nie im Magen landeten…

Wenn ich eine jüngere Schwester oder eine Teenie-Tochter hätte – ich hätte einfach nur Angst. Angst, dass sie die so nahbaren Bloggerinnen und Influencer als Vorbild nimmt. Angst, dass bei ihr auch deswegen nur noch Salat auf dem Teller landet, auch wenn sie nur Follower und noch nicht mal Blogger wäre. Angst, dass auch sie eine der „legs“ oder „body goal“ kommentierenden Userinnen ist.

Wann hört die Instarexie wieder auf?


5 Kommentare

  • Sabrina

    8. November 2015 at 13:06

    omg, habe mir gerade das IG profil von dieser rumi angeschaut. also wenn man die in kinderklamotten stecken würde, könnte mir die glaubhaft rüberbringen, dass sie ein 9 jähriges mädchen ist :-S. Nicht schön, nicht gesund. Ich find übringes das Valentina eine super figuar hat, viel viel besser als Chiara.

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  • Sarah

    8. November 2015 at 15:37

    Ich hoffe bald!!! Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. 😉

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  • http://fashionqueensdiary.com/

    12. November 2015 at 16:17

    Super Beitrag, der hoffentlich viele zum Nachdenken anregt – ich sag nur „Scheinwelt“ 😉

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  • glamourandfood

    20. Januar 2016 at 18:03

    Toller Beitrag, denn es ist leider absolut zutreffend. Wirklich schade, dass es so ist. Da lob ich mir doch meine Liebe zu Sckokotörtchen, auch wenn der Erfolg (noch) auf sich warten lässt. Das Leben sollte doch lebenswert sein. Übrigens ein ganz toller Blog 😉
    http://glamourandfood.blogspot.de

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  • Susan Fengler

    23. Januar 2016 at 17:58

    Danke dir! Ja Schoki muss sein!

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