Life at 30: Warum dieser Kampf gegen das Älterwerden?

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Alter verschweigen, Schönheits-OP, Geburtstage nicht feiern. Warum eigentlich dieser ständige Kampf gegen das Älterwerden?

Kleiner Realitätscheck: Wir werden alle alt. Ist so. Ist kein Disneyfilm hier und man kann auch nicht wie bei Asterix & Obelix in einen Zaubertrank fallen. Trotzdem habe ich in unserer Gesellschaft manchmal das Gefühl: Älterwerden scheint optional.

Okay wenn es rein um die Optik geht, vielleicht liegt es da an Julia Roberts und Jennifer Lopez. Vielleicht sind die Schuld. Bei den Oscars sahen die doch genau so aus wie vor zehn Jahren. Bekommen wir auf jeden Fall perfekt gestylt so präsentiert. Aber zurück zum eigentlichen Thema.

Warum dieser ständige Kampf gegen das Älterwerden?

Manche Dinge im Leben kann man nicht ändern. Ich bin jetzt 31 Jahre alt. In neun Jahren werde ich 40 sein. Und in 19 Jahren 50. Ich kann jetzt ab etwa 37 anfangen, mich jedes Jahr vor meinem nächsten Geburtstag zu gruseln. „Oh Gott, bald bin ich 40.“ Oder ich feiere einfach ein (hoffentlich!) weiteres großartiges Jahr gemeinsam mit Lieblingsmenschen und nerve mich nicht selbst mit etwas das unausweichlich passieren wird.

Übrigens hätte ich mit der ganzen Panikmache auch schon loslegen können als ich 30 wurde. Nicht selten reagierte mein Umfeld auf das „Ich werde 30″ mit „Ab jetzt geht es bergab“. Danke, aber nein danke.

Wie heißt dieser Spruch, den ich mir, wenn es um Achtsamkeit geht, so häufig versuche zu verinnerlichen. „Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Und da wir ja bisher noch keine Zeitmaschine erfunden haben, kann ich mich jetzt jedes Jahr über das Älterwerden ärgern. Oder mir mein Leben einfach durch meinen eigenen mentalen Filter schöner machen. Es genießen. Und es mit Dingen verbringen, die mich glücklich machen. Kämpfen müssen wir doch schon genug.

Und optisch darf man ja auf keinen Fall altern…

Gerade bei uns Frauen hat man das Gefühl, das Älterwerden muss mit allen Mitteln aufgehalten werden. Schon in meinem Alter werden Botox-Spritzen zum neuen Must-Have. Und kleine Beauty-Behandlungen wie Botox oder Filler seien ja auch keine Schönheits-Ops. Der Gang zum Schönheits-Doc ist langsam so normal wie zum Zahnarzt. Und der wird wahrscheinlich nicht annähernd so häufig besucht…

Dieser ganze Wahn vom Aufhalten des eigenen Älterwerdens führt dann übrigens mit ca. 50 nicht dazu, dass man jung aussieht. Sondern einfach, dass alle irgendwie gleich aussehen. Und ganz ehrlich: Meist nicht unbedingt besser. Wahrscheinlich weil man dann immer mehr entdeckt, das es zu „verbessern“ gilt.

Klar, ich versuche durch einen gesunden Lifestyle, Sport und viel Beauty-Know-How (Denkt an die Sonnencreme!) lange gesund und fit zu bleiben. Und natürlich auch frisch auszusehen (haha das klingt nach Lebensmitteln). Aber ich weigere mich einfach bei diesem absoluten Kampf gegen das Älterwerden mitzumachen.

Ich will mein Leben positiv leben und nicht im ständigen Kampf mit mir selbst.

Bild: Dennis Kayser


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