Life at 30: Dieses Jahr wird alles anders

In: Life at 30
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Es war einfach genug. Und jetzt kommt Weihnachten. Aber dieses Jahr wird alles anders.

Ich schreibe nächste Woche nach unserem Umzug mehr über die neue Wohnung und die Hoffnung, dass dieses Drama bald final ein Ende hat. Puh. Gerade muss ich aber erst einmal tief durchatmen. In mehrerlei Hinsicht.

Letzte Woche habe ich eine Pause gemacht. Es gab (ich glaube wirklich zum ersten Mal seit Jahren) an einem Freitag keine Life at 30 Kolumne. Und obwohl es mir immer wahnsinnig wichtig ist, hier Inspiration für Euch zu liefern, gibt es doch Wichtigeres: die Gesundheit.

Und ich halte rein gar nichts von „krank und erschöpft die Arbeit durchziehen, bis es nicht mehr geht”. Das habe ich früher so gemacht und daraus so viel gelernt.

Ich bin wieder so ehrlich zu Euch wie sonst auch…

Die letzten beiden Jahre haben auch bei mir Spuren hinterlassen. Ich will manches auch privat halten, aber beispielsweise die Wohnungssituation mit fünf Monaten Auszug in einer Pandemie (die mich auch sehr mitnimmt) und jetzt wie bei „täglich grüßt das Murmeltier” in diesem Jahr alles wieder von vorne mit der Wohnung. Da gibt es so viel, was ich gar nicht hierzu erzählt habe (sogar Diebstahl – aber auch hier möchte ich nicht ausholen), was aber noch alles deutlich schwerer wiegt und verkraftet werden muss.

Mir wurde im wahrsten Sinne (und in mehrerlei Hinsicht) der Boden unter den Füßen weggerissen. Jetzt scheint zumindest bezüglich der Wohnung ein erstes Ende da zu sein. Und ich freue mich so sehr. Aber die Wohnungssuche war auch furchtbar anstrengend.

Ich fühle mich einfach erschöpft. Ja, und das darf ich auch sein, obwohl ich Stressmanagement-Trainerin bin. Gerade weil ich weiß, was mir gut tut und was nicht, wusste ich beispielsweise auch, dass die Wohnungssuche mit 24/7 am Handy hinterher sein das pure Gift war. Und ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie ich die letzten beiden Jahre verkraftet hätte, wenn ich noch wie früher im Hamsterrad gesteckt und mein Leben noch nicht so zum Positiven verändert hätte.

Dieses Jahr wird alles anders

Und gerade weil ich sehr bewusst mit mir umgehe, fällt mir im Gegensatz zu früher viel schneller auf, wann genug einfach genug ist. Dieser Moment war letzte Woche als ich krank war und noch mehr merkte, wie kräftezehrend diese zwei Jahre waren (der Schimmelhorror startete zeitgleich mit der Pandemie).

Statt jetzt einfach gerade „weiterzumachen”, oder wie ich in meinem Buch „Namastay Yourself” schreibe wie früher „durchzuziehen”, befolge ich aktuell meinen eigenen Rat. Deshalb wird die Vorweihnachtszeit dieses Mal ganz anders. (Kennst Du übrigens meine Tipps für weniger Stress in der Vorweihnachtszeit?)

Normalerweise war ich schon jetzt dabei, Gewinnspiele umzusetzen für die Adventszeit. Kooperationen noch in die letzten Wochen zu drücken. Artikel für die Feiertage vorzuschreiben.

Stattdessen habe ich Dinge verschoben, abgesagt (auch die Harry Potter Medienpremiere, auf die ich mich mit meinem Mann seit einem ganzen Jahr gefreut habe, das sticht immer noch…). Ich lege viel ins neue Jahr. Mache langsamer. Gehe mittags zur Physiotherapie statt etwas bei Instagram zu posten.

Auch Weihnachten gehe ich dieses Jahr anders an. Vielleicht bleiben wir sogar ganz in Hamburg. Auf jeden Fall wird es nicht der typische Feiertags-Auto-Marathon mit unzähligen Kilometern und zig Ortswechseln.

„Aber ist denn dann niemand sauer?”

Ganz ehrlich: Ich liebe Weihnachten. Und ich liebe meine Familie. Aber am allermeisten liebe ich mich selbst. Mich um mich selbst gut zu kümmern, das bedeutet, dass ich mich jetzt an allererste Stelle setze. Das ist egoistisch und gleichzeitig so richtig und wichtig.

Für Euch heißt das leider: Keine Adventssonntags-Gewinnspiele. Weniger Content. Und vielleicht sogar noch einmal eine richtige Pause hier.

Aber auf den ruhigeren Dezember folgt dann das neue Jahr. In einer neuen Wohnung. Mit neuer Kraft.

Warum ich das auch alles schreibe? Um Dir zu zeigen: Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben. Und es muss nicht immer alles so und so laufen, nur „weil es schon immer so war” oder „um es allen anderen recht zu machen”.

Wenn Du immer viel Inspiration bei mir findest, mich im Dezember ein wenig vermisst und mich unterstützen möchtest, dann lies doch gern mein eBook „Namastay Yourself: Weg vom Erwartungsdruck im Life at 30″. Lege es Deinen Freundinnen und Kolleginnen ans Herz oder sende es als Weihnachtsgeschenk ins Mailpostfach Deiner Liebsten. (Es wird kein eBook Reader benötigt, es ist auf allen Geräten lesbar (sogar entspannt vom Handy) und Du kannst es Dir natürlich auch ausdrucken.)

suelovensnyc_susan_fengler_ebook_namastay_yourself_weg_vom_erwartungsdruck_im_life_at_30 ebook Susan Fengler Namastay Yourself Weg vom Erwartungsdruck im Life at 30

Bild oben: Wie süß ist bitte das „Weihnachtshaus” bei uns um die Ecke? Habe ich kurz für Euch mit meinem iPhone 13 Pro festgehalten beim Spaziergang – macht so gute Bilder, dass ich meine Cam kaum noch benutze. (Transparenz: Testgerät)


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2 Kommentare

  • Annika

    10. Dezember 2021 at 10:25

    Während ich die Kolumne lese, ist im Hintergrund die To-Do-Liste geöffnet und vor mir stehen die Weihnachtspakete, die eingepackt werden wollen. Aufgrund von Elternzeit sind es zwar keine Job-To-DOS, die Liste dafür aber mit 1000 anderen Dingen wieder gut gefüllt. Dabei bin ich einfach nur müde. Doch muss ich nicht? Erwartet man dies nicht von mir? Sind die anderen nicht enttäuscht, wenn es dieses Jahr anders wird? „Hallo alte Muster & Glaubenssätze, da seid ihr ja wieder“. Danke für den Reminder liebe Susan. Nichts ist wichtiger als die Gesundheit und nur fit kann man für andere da sein 🙏
    Einen reibungslosen Umzug und eine erholsame Pause. Bitte nimm sie dir, für dich und für deine Leserschaft. Denn bei einer ausgeruhten Susan können wir uns auf weitere Artikel freuen.
    Liebe Grüße,
    Annika

    Antworten

  • Jules

    10. Dezember 2021 at 10:55

    Liebe Sue,
    danke für diesen wichtigen Reminder!
    Ich musste diese Woche auch merken, dass ich an einem kritischen Punkt an Belastung stehe. Vor allem durch Dinge, die nicht so offensichtlich waren wie ein volles Mailpostfach. Vielmehr der mentale Stress, der eigene Druck und das bekannte Gefühl, dass die Tage viel zu kurz sind und man nur rotiert.
    Doch jetzt während dieser Erkenntnis: „Stop!“
    Denn das hat mir eine sehr kluge und tolle Frau (du!) in einem Stressmanagement-Seminar beigebracht. Stop – laut und deutlich zu diesem Automatismus aktuell.
    Ich habe heute kurzfristig frei. Natürlich wieder verplant mit ToDos – bis jetzt. Denn nach deinem tollen Post plane ich nun um. Genieße jetzt noch einen Kaffee aus meiner neuen Tasse (juhu – diese kleinen Dinge) und fahre für mich alleine in die Stadt bummeln. Draußen schlendern und für mich sein.
    Ich wünsche dir eine erholsame Zeit – nimm sie dir!! Ich kann Annika nur beipflichten. Ihre Nachricht fand ich auch wunderbar.
    Pass gut auf dich auf und lass es dir gut gehen!

    Namastay!
    Deine Jules

    Antworten

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