Life at 30: Die „besinnliche Zeit”

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Ich muss oft schmunzeln, wenn wir uns mitten in der Endjahreshektik eine „besinnliche Zeit” wünschen. Wie ich dann erkannt habe, was das für mich eigentlich wirklich bedeutet und Sinn darin fand.

Wir haben oft diese Vorstellung von den Wochen vor Weihnachten. Plätzchenduft durchströmt die Wohnung. Wir kuscheln uns mit einem Tee aufs Sofa und schauen die liebsten Weihnachtsfilme. Treffen uns in Ruhe mit der besten Freundin im Café. Machen gemütlich Weihnachtsbesorgungen in den Lieblingsläden.

Aber oft machen wir in diesen Wochen besonders eins: der Zeit hinterherrennen. „Was? In zwei Wochen/einer Woche/zwei Tagen/… ist schon Heiligabend? Das kann nicht sein!”

Auch im Mentoring merke ich immer wie Ende November so richtig der Spurt zum Ende des Jahres beginnt. Alles fertig bekommen – egal ob beruflich und privat. Und die Mental Load Liste im Kopf scheint so endlos wie nie. Alleine „Weihnachtsgeschenke besorgen” artet teilweise zum Maxi-Stress aus. Und zu diesem Verantwortungsbereich im Mental Load gehört natürlich auch: Geschenkpapier kaufen, „Haben wir noch Tesafilm?”, nach Wünschen fragen, alles im Blick behalten. Und das Besorgen der Geschenke gleicht oft auch eher einem „Abarbeiten” als einem gemütlichen Stöbern in süßen, kleinen Läden.

Deswegen konnte ich als Stressmanagement-Trainerin über den Ausdruck „besinnliche Zeit” eigentlich eher nur schmunzeln. „Jaja, das denken wir jedes Jahr wieder (auch Hollywood sei dank) und dann artet alles doch wieder in Endjahreshektik aus.”

Aber mich erinnerte der Ausdruck trotz allem immer wieder an Achtsamkeit. Mit den Freunden im Christmas Garden (im Loki Schmidt Garten) mit kindlicher Freude die Lichter anschauen. Den Schnee beim Fallen beobachten. Das Geräusch beim Spaziergang im Schnee so richtig wahrzunehmen. Und dann beim Abarbeiten meiner eigenen Aufgaben, bevor Ende Dezember für uns eine große Reise beginnt, da fand ich noch einen neuen Zugang zur „besinnlichen Zeit”.

Warum ich beim Gedanken an eine „besinnliche Zeit” jetzt nicht mehr nur noch lachen muss?

Ich habe mich gedanklich einmal wegbewegt von meinen „Weihnachtszeit-Stereotypen”. Also mal nicht an Plätzchenbacken (das oft doch nicht so relaxt) oder entspannte Weihnachtsmarktbesuche (die in der Großstadt eher in Geschiebe ausarten) und an endlose To-Do Listen für Heiligabend gedacht. Stattdessen habe ich das wörtlich genommen. Besinnen.

Und da fiel mir auf, dass meine ganz persönliche „besinnliche Zeit” nicht die Zeit vor Weihnachten ist. Aber dass es sie in meinem Leben seit vielen Jahren trotzdem gibt. Meine Zeit zum Besinnen, die startet nach Weihnachten. Wenn die Familienbesuche hinter uns liegen und ich wieder in unserer Wohnung ankomme.

Dann kommen diese ruhigen Tage. „Zwischen den Jahren”. Aber auch besonders die erste Januar-Woche. Das ist meine „besinnliche Zeit”.

In diesen ca. zwei Wochen, da komme ich zur Ruhe. Denke oft viel (natürlich rund um Silvester) über das vergangene Jahr nach. Und in der ersten Januarwoche läuft meistens alles beruflich auch noch so herrlich langsam. Keine Veranstaltungen oder Termine. Die Hälfte der Businesspartner*innen noch im Urlaub. Da fühle ich jedes Jahr eine richtige Entschleunigung.

Und diese Tage nutze ich dann wirklich als „besinnliche Zeit”. Ich überlege, was im vergangenen Jahr gut war. Was ich gern anders gehabt hätte. Wo ich mir im neuen Jahr Veränderung wünsche.

Auch beruflich schreibe ich mir seit Jahren der Selbstständigkeit immer eine kleine Liste für das neue Jahr in der ersten Januarwoche. Manchmal auch einfach auf eine freie Seite in meinem Kalender. Keine klassische To-Do Liste. Ja eigentlich eine Liste, die ich mit dem Wort „Sinn” auch verbinde. Meine persönlichen Prioritäten, Ziele und Wünsche für das neue Jahr. Nicht die typischen Neujahrsresolutionen. Eher berufliche und private größer gefasste Ziele. Das hilft mir so sehr, meinen Fokus auszurichten – auf die Sachen, die ich wirklich in meinem Leben will. Worauf lege ich Wert? Was sind sinnvolle Prioritäten und Ziele für mich?

Gesellschaftlich ist die „besinnliche Zeit” die Zeit vor Weihnachten. Für mich beginnt sie aber nach den Feiertagen und ich „besinne” mich vor allem Anfang des neuen Jahres auf die Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Und das finde ich richtig schön.

Wenn du dich zusammen mit mir auf deine Ziele fürs neue Jahr besinnen willst, dann schreib mir gern wegen des Mentorings („Life at 30″ oder altersunabhängig „Prio Ich”). Für 2024 kann ich insgesamt nur 10 Plätze anbieten und die ersten sind schon reserviert.

Bild: Habe ich einfach mit meinem neuen iPhone 15 Pro im Christmas Garden aufgenommen. Mega, oder? Kleiner Tipp: Du siehst, wenn der Nachtmodus aktiv ist, wenn du das Halbmond-Symbol eingeblendet bekommst. Wichtig: Halte dein iPhone ruhig, wenn du auf die Auslösertaste tippst. Du kannst auch auf das Halbmond-Symbol tippen und den Regler bewegen, um die Belichtungszeit anzupassen. Zum Fokussieren tippst du einfach mit dem Finger auf die Stelle, die du in den Fokus nehmen willst.


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