Wahlergebnis: Was wir jetzt nicht tun sollten

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Ach, Deutschland! Ich hatte mehr von Dir erwartet! Was wir nach diesem Wahlergebnis jetzt aber auf keinen Fall tun sollen?

Es ist nicht so als hätte ich nicht mit starken Prozentzahlen für die Afd gerechnet. Leider bin ich doch weitestgehend Realist und besonders bei einem Urlaub in Ostdeutschland war die neugewonnene Stärke der Partei kaum übersehbar. Dass sie aber sogar FDP und Grüne überholen würde – ein furchtbares Zeichen für unser Land.

Haben wir denn nichts aus unserer deutschen Vergangenheit gelernt?

Auf Facebook lese ich seit gestern Abend viele Kommentare von Kollegen, Freunden und Bekannten zum Wahlergebnis der Bundestagswahl 2017. Einige haben mich zu dieser Kolumne inspiriert.

Was wir nach diesem Wahlergebnis jetzt auf keinen Fall tun sollten

Sue Loves NYC ist kein Politik-, sondern ein Lifestyleblog. Trotzdem muss man in diesen Zeiten auch einmal politisch werden. Denn was ich da auf Social Media so alles lese, das macht mich wütend.

Natürlich sind wir alle erschüttert von den knapp 13 Prozent. ABER: Sich jetzt von den Afd-Wählern abzukapseln à la „entfernt Euch aus meinen Facebook-Freunden” – das ist genau der falsche Weg.

Kommunikation wird uns weiterbringen, nicht das Abkapseln

Gestern haben wir doch schließlich aus Umfragen gelernt, dass die meisten Afd-Wähler nicht diese Partei wählen, weil sie vom Wahlprogramm so überzeugt sind, sondern weil sie mit den anderen Parteien unzufrieden sind. Das klingt für mich so, als wäre – bei einigen – noch nicht alles verloren. Wir müssen also versuchen zu diskutieren, statt uns abzukapseln.

Denn nur durch Kommunikation miteinander können wir etwas erreichen. Können versuchen, dass das Wahlergebnis bei der nächsten Bundestagswahl anders ausfällt. Und ich weiß wie mühsam das sein kann… Sicher werden uns einige auch gar nicht zuhören. Aber wir müssen es trotzdem versuchen.

So können wir auch erreichen, dass mehr Menschen überhaupt wählen. Denn wenn die 25 Prozent Nicht-Wähler ein Kreuz gesetzt hätten, dann wäre das Ergebnis sicher auch noch einmal anders ausgegangen.

Statt traurig über das Wahlergebnis zu sein, sollten wir wütend sein. Und alles daran setzen, dass Rassismus und rechtsradikales Denken bei uns in Deutschland nicht eine noch größere Plattform bekommt.

Bild: Pixabay.com



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