Life at 30: Was ich meinem Teenager-Ich gern sagen würde

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Als ich Teenager war, da gab es noch keine Smartphones. Das klingt jetzt, als wäre ich ganz schön alt, oder? Was ich meinem Teenager-Ich gern sagen würde?

Vor kurzem habe ich zu jemandem gesagt: „Wie gut, dass es noch kein Instagram gab, als ich Teenager war. In der Phase sich auch noch mit der ganzen Welt vergleichen – muss super anstrengend sein.“ Naja, wir hatten dafür unsere eigenen Probleme und Sorgen.

Was ich jetzt mit 30 meinem Teenager-Ich gern sagen würde?

#1 Du musst nicht von allen gemocht werden

Während ich mich an der Uni später richtig angekommen fühlen würde, war das in der Schulzeit nicht so. Als ich jünger war: Mobbing. Und auch später fühlte ich mich oft nicht zugehörig. Mein innigster Wunsch: von allen gemocht zu werden. Aber so funktioniert die Welt leider nicht. Zu gern würde ich meinem Teenager-Ich sagen: Halte an den paar wahren Freundschaften fest und gib nicht so viel auf die Meinung der anderen. Lass doofe Kommentare auch einfach einmal an Dir abprallen.

#2 Das mit der Akne geht vorbei

Diese Woche wurde ich beruflich von Proactiv angeschrieben. Da erinnerte ich mich daran, wie ich als Teenager mit Wangen voller Pickeln bei meinen Großeltern in den USA vor dem Fernseher saß. Endlich eine Lösung für mein Hautproblem? Das klang alles so gut. Letztlich hat mir mein Hautarzt in Deutschland doch zu einem Medikament und der richtigen Hautpflege geraten. Und die Akne ging nach einer für mich gefühlt sehr langen Zeit irgendwann dann weg. Witzigerweise wird meine feinporige Haut mittlerweile im Privatleben und im Job von vielen gelobt und beneidet. Hätte ich das damals gewusst, dann hätte ich nicht so viel Angst vor bleibenden Narben haben müssen.

#3 Die erste große Liebe lässt sich nicht aufwärmen

Noch heute bin ich dankbar über diese Phase in meiner Teenager-Zeit. Die erste große Liebe. S & L. Und eine großartige Clique um uns herum. 1 1/2 Jahre waren wir glaube ich zusammen. Könnte ich jetzt mit meinem Teenager-Ich sprechen, würde ich sagen: halte noch ein bisschen länger daran fest. Direkt danach habe ich nämlich den ein oder anderen Frosch geküsst, der nicht zum Prinzen wurde. Später in der Oberstufe dann der Versuch Beziehung 2.0. Das war dann aber nicht das Wahre. Die erste große Liebe lässt sich nicht so einfach wieder aufwärmen. Aber eine schöne Erinnerung bleibt sie trotzdem.

#4 Du wirst es schätzen, nicht in der Großstadt aufgewachsen zu sein

Vorort. Für einen Teenie ab einem gewissen Alter irgendwie langweilig. Die größeren umliegenden Städte: viel anziehender. Wenn ich heute aber an meine Jugend zurückdenke, bin ich unendlich dankbar. Als Kind bin ich auf Bäume geklettert und hatte den Wald direkt vor der Haustür. Als Jugendliche konnte ich ganz sicher zum Basketballtraining mit dem Fahrrad fahren und musste nie Angst haben, wenn es auf dem Rückweg dunkel war. Und zur „Disko“ wurden wir eben nach Heidelberg gefahren – und wieder abgeholt. So behütet aufgewachsen zu sein, das schätze ich heute sehr.

#5 Glaub dran: Manche Freundschaften halten fürs Leben

Max war mit 16 der große Bruder den ich nie hatte (vom Alter eigentlich kleiner, aber mit 2m dann doch auch irgendwie groß). Dass wir immer nur Freunde waren, das hat uns lange niemand geglaubt. Aber Max war und ist eben mein Max. Schmiss sich sofort in unserem Reihenhaus aufs Sofa (Mama und ich beäugten mit Angst den Glastisch unter seinen Füßen). Und die erste Frage war: „Mama, was haste denn wieder leckeres gekocht?“ Wir sind unterschiedlicher wie es kaum sein könnte. Ich ordentlich, durchgeplant – er lebt den Moment und ist oft chaotisch. Damals hätte ich wohl nicht gedacht, dass Max Familie wird. Und noch später auf meiner Hochzeit mit crazy Tanzeinlagen die Blicke auf sich zieht.

Als Teenager gingen mit der Zeit viele Freundschaften in die Brüche – aber manche halten eben auch.

Was würdet Ihr Eurem Teenager-Ich gern sagen?

Bild: Dennis Kayser


1 Kommentare

  • Sabine

    10. Februar 2019 at 14:42

    Toller Eintrag 😃

    Antworten

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