Life at 30: Muss jedes neue Jahr das alte übertreffen?

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Das neue Jahr hat gerade erst angefangen. Eine neue Chance, aber auch irgendwie Druck. Muss jedes neue Jahr das alte unbedingt übertreffen?

Obwohl wir es durch Achtsamkeit, Body Positivity, Me-time und Co. versuchen zu verhindern. Irgendwie sind wir doch in unserer Leistungsgesellschaft ständig dabei, uns selbst zu optimieren (das habe ich hier schon einmal angesprochen). Ich habe nichts gegen gute Vorsätze (meine sind beispielsweise mehr Zeit für Yoga und Meditation). Aber manchmal habe ich das Gefühl, alles steht in einem Wettbewerb zueinander. Sogar meine Sicht auf die Jahre.

Diese Woche blickte ich – wie so ziemlich jeder – auf mein vergangenes Jahr zurück. An Silvester fragte ich nach dem Feuerwerk unsere Freunde: Was war 2018 denn besonders gut? Und was wünschst Du Dir für 2019?

Natürlich fragte ich mich diese Fragen auch selbst. Und genau in diesem Rahmen fragte ich mich diese Woche noch etwas…

Muss jedes neue Jahr das alte übertreffen?

Wenn ich so richtig eingehend über das vergangene Jahr nachdenke, dann fällt mir etwas auf. Bis auf einige Probleme mit meinem Magen, war das Jahr so richtig gut. Traumwohnung gesucht und unfassbar schnell gefunden. Ein eigenes Office. Mein Job-Traum und die Selbständigkeit laufen so gut, dass ich mich ständig zwicken will und so testen, ob es vielleicht wirklich nur ein Traum ist. Jens und ich sind an traumhafte Orte gereist. Unseren Familien geht es soweit gut und wir haben einen großartigen Freundeskreis (in Hamburg und auf der ganzen Welt).

Witzigerweise kam mir bei diesem Resümee ein Gedanke, den ich auch laut aussprach. „Ich dachte eigentlich, dass 2018 nicht besser werden könnte als 2017. Schließlich hatten wir da unsere Traumhochzeit. Und dann war es so ein tolles Jahr. Und was kommt jetzt 2019?”

Höher, schneller, weiter – muss jedes neue Jahr auch ein besseres Jahr sein?

Und da ist mir aufgefallen: Wenn 2019 so wäre wie 2018, dann wäre ich verdammt glücklich. Brauche ich dieses Jahr überhaupt solch ein großes Ziel wie Hochzeit oder neue Wohnung? Ich finde nicht. Vielleicht ist es für dieses Jahr einfach mein Ziel, dass ich das Jahr und das Hier und Jetzt (oder: Hier und Jens wie unser Freund scherzen würde) so richtig genieße. Vielleicht mit ein wenig mehr Gesundheit (damit ich mein Lieblingshobby Essen auch noch mehr genießen kann).

Aber ganz allgemein muss mein neues Jahr nicht zwangsweise besser werden als das alte. Und diese Erkenntnis zeigt mir: Ich kann verdammt glücklich sein.

Wir müssen nicht zwanghaft nach „höher, schneller, weiter” streben, wenn das Glück eigentlich so nah und direkt im Hier und Jetzt ist. Aber: Wir müssen uns die positiven Dinge in unserem Leben auch viel häufiger bewusst machen. Ich hätte mich nur all zu einfach bei meinem Resümee auf die negativen Erlebnisse und Erfahrungen des vergangenen Jahres konzentrieren können. Vielleicht wäre dann das Fazit dieses Artikels ganz anders ausgefallen…

Bild: Sophie Wolter



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