Life at 30: Instagram ist kein „Life-Livestream“

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Breaking News! Instagram bildet nicht vollständig und in allen Facetten unser Leben ab. Scheinbar muss das noch einmal in dieser Deutlichkeit erwähnt werden.

Hast Du es nicht gepostet, dann hast Du es auch nicht erlebt. So kommt es teilweise bei Social Media rüber.

Allerdings zeigt Instagram doch nur einen kleinen Ausschnitt unseres wirklichen, realen Lebens. Und irgendwie habe ich gerade das Gefühl, das sollte noch einmal gesagt werden.

Instagram ist kein vollständiger „Life-Livestream“

Klar, bei einigen Influencern kann man das Gefühl bekommen, dass Instagram ein Livestream des Alltags ist. Aber selbst die, die scheinbar alles zeigen – Newsflash – zeigen eben doch nicht alles. Und das ist auch gut so. Schließlich gibt es Dinge, die sind einfach privat. Besonders wenn Dir nicht nur Deine engsten 50 Freunde und Verwandten folgen. Die Grenze des „Gezeigten“ wird unterschiedlich gezogen. Bei einigen sind eben mehr Dinge privat als bei anderen.

Auch wenn ich bei Instagram Einblicke in mein Leben zeige – und das sogar Teil meines Jobs ist. Es bleibt so unglaublich viel ungezeigt. Und das liegt nicht etwa daran, dass ich mich nur im positivsten Licht darstellen will. Aber ich bin nun einmal Redakteurin und nicht Reality-Star. Und habe auch ein Privatleben, das eben genau das ist: privat.

Beim Abendessen mit Freunden in ihrer neuen Wohnung da hole ich eben nicht mein Handy am Tisch raus und mache erst einmal ein Video über unser Essen. Weil ich es genieße auch mal nicht „on“ zu sein. Und ich nicht all meine Freunde, von denen die meisten gar nicht in der Digitalbranche arbeiten, vor eine öffentliche Kamera zerre. Außerdem genieße ich mit Anfang 30 auch unheimlich gern einmal achtsame Offline-Zeit – weil das so unfassbar gut tut.

Darum soll es aber hier weniger gehen, als um die Tatsache, dass Instagram kein vollständiges Abbild des eigenen Lebens ist. Selbst nicht bei den Instagram-Influencern, die morgens schon im Bad anfangen zu filmen und scheinbar erst abends aus dem Schlafzimmer aufhören. Es sieht zwar so aus und gerade das funktioniert für einige genau deshalb so gut (glaubt nicht, dass alles so zufällig und „im Moment“ ist wie es scheint). Aber selbst da gibt es die Momente, die nicht gefilmt werden.

Manchmal habe ich aber das Gefühl das scheint vergessen zu werden.

Es gibt noch ein „Offline-Leben“ – selbst bei Influencern

Und nur weil sich jemand online vielleicht tagtäglich mit Beauty auf seinem Instagram-Account beschäftigt, heißt das nicht, dass er im echten, realen „Offline-Leben“ nicht noch ganz andere Facetten hat.

Da werden Kolleginnen auf Instagram fertig gemacht, weil sie sich nicht jeden Tag auf – beispielsweise einem Beauty- oder Food-Account – zu gesellschaftlichen Themen äußern. Wer sagt denn, dass diese Person, nur weil sie nicht diesen Kanal täglich für Politik nutzt, nicht im wirklichen, nicht-digitalen Leben unheimlich viel Engagement zeigt? Warum wird hier gleich ohne Hinterfragen kritisiert? Vielleicht passt ein politisches Statement nicht so gut zwischen Lippenstifte oder Food-Postings. Das bedeutet aber doch nicht, dass sich die Person politisch nicht engagiert. Es gibt doch noch andere Kanäle. Und vor allem: ein Leben außerhalb der digitalen Blase.

Versteht mich nicht falsch. Ich bin jemand, der absolut dafür ist, dass man seine Online-Reichweite nutzt. Eine Meinung hat. Für etwas steht. Vor allem wenn man 1 Mio. Follower hat. Aber lasst uns nicht vergessen, dass Instagram nur einen Bruchteil des eigentlichen Lebens zeigt. Das wissen wir doch eigentlich alle schon aus den vielen, vielen Diskussionen, dass sich jeder nur von seiner schönsten und erfolgreichsten Seite zeigt.

Ich versuche meinen Instagram-Account zu nutzen, um – besonders den vielen Frauen – zu zeigen, Du darfst so sein wie Du bist. Ich versuche auch mich genau so zu zeigen wie ich bin. Positive Vibes zu verbreiten und beim Bewältigen von Stress zu helfen. Ob ich dabei jeden Moment meines #Lifeat30 zeige? Nein. Denn das will und muss ich auch gar nicht.

Lasst uns bitte nicht vergessen: Es gehört noch viel mehr zum Leben und zu einer Person, als das, was Ihr bei Instagram seht.

Bild: Dennis Kayser


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