Life at 30: Entschuldigung, können wir mal kurz die Welt anhalten?

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Das geht mir gerade alles zu schnell… Das Baby der Freundin ist fast schon erwachsen und übermorgen ist auch schon Weihnachten. Können wir einfach kurz mal eben die Welt anhalten?

Wo ist diese Woche hin? Und wo überhaupt der Oktober? War ich nicht gerade noch in New York? Ach nee, das war ja im September.

Gerade scheint sich die Welt noch schneller zu drehen als sonst. Und ich renne ständig hinterher – jeden Tag einen Marathon. „Wie schnell doch die Zeit vergeht” sagt die Oma auf der Parkbank und ich nicke während ich gleichzeitig versuche auf meinem Smartphone Kooperationen für den Dezember zu planen, die frische Luft zu genießen und ein Freundinnen-Date auszumachen.

Also bitte die ganzen Adventskalender im Supermarkt. Sind denn alle verrückt? Oh ups… ist ja auch schon fast Mitte November. Da macht das ja eigentlich ziemlich viel Sinn.

Entschuldigung, können wir die Welt mal eben – nur ganz kurz – einfach anhalten?

Gerade wünsche ich mir einen Pause-Knopf – einfach einmal Stillstand. Und da fällt mir auf: Die Welt kann man nicht mal eben anhalten. Aber ich kann meine kleine Welt anhalten. Und dafür muss ich nicht erst wieder den Terminkalender und den Stift zücken.

Gestern schwirrte mir der Kopf. Was ich alles noch vor Mexiko erledigen will und muss. Da habe ich das Handy kurz aufs Sofa geschmissen und meine Yoga-Matte ausgerollt. Und für fünf Minuten den Pause-Knopf gedrückt. Fünf Minuten sind zeitlich eigentlich nichts. Aber in dem Moment waren sie alles. Ich lag da einfach und habe einfach nur tief durchgeatmet. Erst kamen noch tausende Gedanken, dann wurde ich langsam ruhiger.

Gerade wenn wir das Gefühl haben, die Welt dreht sich zu schnell und wir drehen uns einfach mit, können wir auch selbst kurz „Stop!” schreien. Das muss keine „große Sache” sein. Keine einstündige Yoga-Session. Keine erzwungene Me-time mit Tee auf dem Sofa, wenn eigentlich viel zu viel zu erledigen ist. Manchmal reichen ein paar Minuten. Einfach mal loslassen. Gar nichts tun.

Und gerade wenn sich die Welt scheinbar noch schneller dreht als sonst, hilft es mir zu priorisieren. Was ist gerade wirklich wichtig und was kann warten? Man muss nicht allem hinterherrennen. Viele Dinge sind auch noch da, wenn man die Pausetaste wieder loslässt…

Bild: Dennis Kayser



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