Life at 30: Alles ist zu viel

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Alles ist zu viel. Im Kopf sind wie am Computer einfach zu viele Tabs offen. Wo anfangen? Wie das alles nur schaffen?

In Deinem Life at 30 hast Du bestimmt auch schon mal gedacht oder gesagt „Alles ist gerade einfach zu viel”. Und das ist völlig normal. Schließlich prasseln nicht nur Erwartungen und Ansprüche von außen auf uns ein wie der größte Regenschauer in Hamburg im Herbst. Es gibt immer scheinbar unendlich viele To-Dos. Und wir spüren auch innerlich so viel Druck. Alles möglichst unter einen Hut zu bringen. Beruf, Privatleben, Beziehung, Familie.

Da kann es im Kopf auch schon mal aussehen wie auf meinem Computer. So viele Tabs offen. Was ist zuerst dran?

Ganz ehrlich: Als ich mir für diese Woche für die neue Podcast-Folge und die Life at 30 Kolumne den Titel „Alles ist zu viel” mit meinem türkisfarbenen Filzstift auf ein weißes Blatt Papier schrieb, da dachte ich nicht, wie sehr ich dieses Gefühl in meinem kleinen Home-Office am Freitagvormittag tatsächlich fühlen würde.

Ich fühle das „Alles ist zu viel” diese Woche gerade

Bei mir sind nicht nur sprichwörtlich gerade einige Tabs offen. ImmobilienScout wegen einer Wohnungssuche, die eigentlich dieses Jahr gar nicht eingeplant war. Suelovesnyc.com, um gerade diese Zeilen für Dich zu tippen. Mails. Mailchimp, weil ich heute eigentlich gern noch einen Newsletter senden würde. Ach und dann ist da auch noch die Salespage fürs eBook, die schon die ganze Woche wartet. Bei WhatsApp gibt’s Wochenendplanung mit den Freunden. Und auf meiner Haushaltsliste steht viel Wäsche und Kisten kaufen, um den Schrank nach nur wenigen Monaten wieder abbauen und ausräumen zu müssen.

Diese Kolumne zu schreiben, fällt mir heute so schwer wie selten. Normalerweise fließen die Worte nur so aufs Papier. Aber mein Kopf ist voll und gleichzeitig so leer. Weil mir diese Woche eine Nachricht bezüglich unserer Wohnung im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen wegzog. Und ich seitdem wie in einem Schockzustand bin. Wut. Fassungslosigkeit.

In aller Kürze: Nach fünf Monaten Wohnungsdrama letztes Jahr, das eigentlich noch nicht einmal vollständig beendet ist. Aber wo zumindest die Wohnung wieder hergestellt ist, wir wieder einziehen und alles neu einrichten konnten. Da geht jetzt wirklich alles wieder von vorne los. Weil das Abflussrohr vom Waschbecken im Bad einfach nur mit Klebeband an einer lockeren Stelle befestigt wurde. Immer, wenn wir uns die Hände wuschen nach dem Wiedereinzug, lief Wasser in die neue Wand, den neuen Boden. Ein neuer Wasserschaden, der so, so fahrlässig herbeigeführt wurde. Letztes Jahr mussten wir in drei Ersatzunterkünfte ziehen, waren mitten in einer Pandemie 5 Monate nicht in unserer Wohnung und dachten jetzt mit neuen Möbeln, neuem Bad, neuem Schlafzimmerboden endlich alles überstanden zu haben. Aber nein. Alles wieder raus. Ich bin immer noch fassungslos, wütend, fühle so viel. Will einfach vor der Situation fliehen, die mich seit letztem Jahr wirklich fertig gemacht hat. Aber jetzt schnell eine neue Wohnung in Hamburg zu finden, die nicht einfach nur ein „Weg von”, sondern ein „Hin zu” ist? Gar nicht einfach.

Zur Wohnungssituation gäbe es noch so viel mehr Ärger und Drama zu berichten. Doch alles möchte ich hier auch nicht ausbreiten. Aber vielleicht könnt Ihr Euch vorstellen, dass in einer Phase, in der ich eigentlich alle Hände voll zu tun habe mit dem eBook Launch, all die Wohnungstermine, die abrupte Wohnungssuche und die emotionale Belastung mich den Titel dieser Kolumne diese Woche wirklich so richtig fühlen lassen.

Dabei hatte ich eigentlich vor, hier viel mehr auf all die Erwartungen im Life at 30 einzugehen. Witzig und schlagfertig zu sein, wie sonst oft. Aber Ihr kennt mich ja: Hier kommt immer situativ alles direkt aufs digitale Papier, wie es eben gerade wirklich ist.

Worüber ich beim Thema „Alles ist zu viel” aber wirklich froh bin?

Keine Sorge, jetzt kommt hier nicht so eine toxische Positivität à la: „Aus dieser Krise gehe ich nur noch stärker hervor.” Oder eine schön glänzende Fassade à la „Als Stressmanagement-Trainerin habe ich das diese Woche natürlich alles wie nichts weggesteckt”.

Aber ich bin froh, dass ich diese Dinge jetzt durchmache. In dieser Phase meines Lebens. In der ich selbständig bin und all die stundenlangen Ortstermine in der Wohnung überhaupt wahrnehmen kann. Mein Leben in den letzten Jahren entschleunigt habe. Und mich in meinem Life at 30 schon von so vielem gelöst habe, das für Druck und Überforderung sorgen kann. Viel mehr bei mir bin und so viel verändert habe. Wäre ich gerade noch immer im stressigen Hamsterrad wie früher, dann wäre dieses „Alles ist zu viel” mit Sicherheit schon ein handfester Burnout in den letzten 24 Monaten.

Und die stressige Phase meines Lebens, die mich so viel hat lernen lassen (alle Learnings liest Du im November im eBook), hilft mir jetzt auch gerade in dieser schwierigen Phase. Das heißt nicht, dass es diese Woche keine Wut und keine Tränen gab (wie unnötig es einfach ist, dass wir all das noch einmal durchmachen müssen). Dass mich das alles nicht fertig macht. Doch ich kann mir gar nicht ausmalen, wie alles gerade wäre, hätte ich in den letzten Jahren mein Leben nicht aktiv verändert und dabei so viel gelernt.

Was ich in den letzten Jahren gelernt habe und wie ich weg vom Erwartungsdruck im Life at 30 kam? Liest Du in meinem eBook „Namastay Yourself”, das ich im November veröffentliche. Setze Dich gern hier für alle News unverbindlich auf die Warteliste!

Bild: Sophie Wolter


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1 Kommentare

  • Jules

    22. Oktober 2021 at 10:28

    Hi Sue,
    der Tab-Vergleich ist echt genial. Sofort fühlt man es. Immer schneller, immer besser, immer noch einen drauf… Ich verfalle auch noch oft im Hamsterrad, doch hilft mir immer noch dein damaliger Less-Stress-Impuls (Bach) und deine eigenen Einblicke immer wieder. Ich kann daraus viel mitnehmen und es macht Freude, dran zu arbeiten. In der Ruhe liegt die Kraft – oft gehört, jetzt aber auch mal fühlen. 💪🏻🙃

    Antworten

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