Life at 30: „Dafür habe ich jetzt echt keine Zeit”

In: Life at 30
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Das sagen wir so oft, oder? Und lassen dann gerade die Sachen „herunterfallen”, die uns eigentlich doch so, so gut tun.

Ich liebe Yoga. Und das obwohl ich voller Ehrgeiz stecke und aber ehrlich sagen muss, dass ich für viele Posen auch nach Jahren noch viel zu unflexibel bin. Das hat mich zunächst überrascht, denn ich bin gern eine der Besten. Aber ich weiß eben, Yoga tut meinem Körper (und meiner Seele) wahnsinnig gut.

Gerade in hektischen, stressigen Phasen bräuchte ich also genau diesen Ausgleich. Doch die kurze Yoga-Session fällt häufig zuerst weg, wenn der Tag zu vollgepackt erscheint.

Kennst Du bestimmt auch, oder? Die Sporteinheit, der Spaziergang in der Mittagspause, das sind alles solche Dinge, die wir im hektischen Alltag schleifen lassen. Obwohl wir doch wissen, dass uns gerade diese Momente im Alltag so gut tun und uns auch wieder neue Energie schenken.

Was mir da gerade einfällt bei all dem Yoga. Hast Du schon von meiner Yoga und Pommes Lebensweise gelesen?

„Dafür habe ich jetzt echt keine Zeit”

Ganz ehrlich: Das habe ich auch schon oft gedacht oder gesagt. Aber in den letzten Jahren habe ich immer wieder gemerkt, dass ich mich damit auch selbst belüge. Weil ich mir Zeit auch nehmen kann. Und zwar für die Dinge, die wirklich wichtig für mich sind. Ich muss sie aber ganz deutlich in meinem Kopf für mich priorisieren.

Denn wenn ich den 2o Minuten Yoga wirklich die Bedeutung in meinem Alltag zuschreibe, die sie für mich haben (gesundheitlich, fürs Wohlfühlen, sogar für Konzentration und effektiveres Arbeiten), dann priorisiere ich sie auch. Dann nehme ich mir die Zeit und plane sie viel aktiver in meinen Tag ein.

Damit meine ich aber nicht, dass Du Dir komme was wolle dann jeden Tag den Druck machen musst (um bei dem Beispiel zu bleiben) täglich Yoga zu machen. Aber ich kenne es von mir selbst so gut, dass ich dann plötzlich in stressigen Phasen zum Igel werde. Mich „zusammen-igel” und nur versuche durchzuziehen, bis die scheinbare Ziellinie erreicht ist.

Und weil eine solche Phase vor ein paar Jahren auf einmal sehr lang wurde, ging es mir dann auch richtig schlecht. Sogar körperlich. Denn gerade dieses „Durchziehen” ist gefährlich. Darüber habe ich auch ein ganzes Kapitel in meinem eBook „Namastay Yourself: Weg vom Erwartungsdruck im Life at 30″ geschrieben.

Ich verfalle auch heute (gerade die letzten Wochen) noch ab und zu in den „Dafür habe ich jetzt echt keine Zeit”-Modus. Und bekomme als Rechnung Rückenschmerzen von zu viel „verkrampft vor dem Computer sitzen” und „durchziehen”. Zum Glück fällt mir das heute viel, viel schneller auf als früher. Weil ich in den letzten Jahren gelernt habe: Wenn ich mir die Zeit für die kleinen Pausen im Alltag nehme, dann muss ich auch gar nicht so sehr „durchziehen”. Hm?

Das kennst Du bestimmt auch. An manchen Tagen brauchst Du Stunden für eine Aufgabe, die Dir an einem anderen Tag in einer Stunde im Flow so richtig leicht fällt. Genau so ist das auch mit dem „Dafür habe ich jetzt echt keine Zeit” bei mir. Wenn ich abends immer noch spät am Schreibtisch sitze und versuche den Artikel „jetzt unbedingt noch zu schaffen”. Dann wird er a) meist nicht so gut und b) es dauert so unglaublich lang und kostet so viel Energie. Nehme ich mir aber zwischendurch Zeit für Pausen, Yoga und Co., weil ich die priorisiere, dann schreibe ich denselben Artikel in einem Bruchtteil der Zeit und mit viel mehr Energie.

Wir müssen uns zwischendurch „aufladen”, so wie die Reptilien, die sich in die Sonne legen (oh Sonne könnte ich gerade auch so gut gebrauchen). Kurz vor „Akku leer” versuchen immer weiter durchzuziehen, das ist nicht die Lösung. Und obwohl ich das eigentlich weiß, muss ich es mir diese Woche auch ganz laut selbst sagen.

Du findest Dich in den Life at 30 Kolumnen so oft wieder? Spürst den Druck in Deinem Alltag? Dann ist mein eBook „Namastay Yourself: Weg vom Erwartungsdruck im Life at 30″ auf jeden Fall etwas für Dich! Setze Dich gern unverbindlich auf die Warteliste und werde als Allererstes über eBook News informiert (Psst… Es kommt schon in der ersten Novemberwoche raus!).

Bild: Sophie Wolter


4 Kommentare

  • Jules

    22. Oktober 2021 at 10:20

    Dieser Beitrag streichelt die Seele!
    Vielen Dank für diesen „ach du hast so Recht“-Moment. Ich hatte neulich so einen Flow-Moment und war überrascht über die Leichtigkeit. Zum Glück konnte ich den Moment auch bewusst als „Aha“ wahrnehmen. Denn diese Erfahrungen bestätigen uns für zukünftige bessere Priorisierungen so, so sehr. Es klappt nicht immer, aber diese Tatsache ist doch schon mal viel wert. 🙂🙂

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  • Susan Fengler

    24. Oktober 2021 at 13:07

    1000 Dank, dass Du Deinen Moment mit uns teilst!

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  • Kim

    24. Oktober 2021 at 10:08

    Liebe Sue, danke für den Text.
    Wie Jules, hatte auch ich den „du hast so recht“ Moment und deshalb Yoga wieder in meine Morgenroutine aufgenommen.

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  • Susan Fengler

    24. Oktober 2021 at 13:07

    Oh wie schön! Das freut mich total für Dich 🙂

    Antworten

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