Achtsamkeit im Alltag: Nimm Dir Deine 5 Minuten!

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Der Wecker klingelt. Sofort ist die To-Do-Liste im Kopf. Noch vor dem Frühstück ein erster Blick aufs iPhone. Puh… Heute geht es um Achtsamkeit im Alltag. Und um nur 5 Minuten.

Sofort. Das Lieblingswort der Deutschen. Alles muss immer sofort erledigt werden. Vor allem natürlich im Job. Gleich oder später zeugt nicht von Ehrgeiz und Ambition. Wenn der Chef morgens um sechs anruft, dann springt man aus dem Bett. Okay, das ist vielleicht ein zugespitztes Szenario. Aber wir springen im beruflichen Alltag oft im übertragenen Sinne – natürlich sofort.

Und das nicht nur, wenn es um die Arbeit geht. Auch im Privaten. Statt zuzugeben, dass wir einfach mal unsere Ruhe brauchen, gönnen wir sie uns dann doch nicht. Wenn der Sonntag zum Relaxen gedacht war, putzen wir „nur mal noch schnell“ die ganze Wohnung. Könnte das ein paar Tage warten? Vielleicht. Aber dann hätten wir es ja nicht sofort erledigt…

Jeder ist busy und im Stress. Alles muss sofort (!) angepackt werden. Hier habe ich einmal darüber geschrieben, dass so beschäftigt zu sein für mich keine Auszeichnung ist…

„Für Yoga/Meditation/Sport/in Ruhe essen habe ich keine Zeit.“ Vor ein paar Jahren wäre diese Aussage sowas von leicht über meine Lippen gekommen (und ist sie bestimmt auch des Öfteren). Meditation vor dem Frühstück? Da hätte ich nur müde gelacht.

Achtsamkeit im Alltag: Nimm Dir Deine 5 Minuten!

Ich habe vor einiger Zeit wirklich zu mir selbst „Stopp“ gesagt. Innerlich. (Laut mit mir selbst reden – so weit ist es dann doch noch nicht gekommen.) Habe mir selbst eine Pause gegeben. So wie ein Coach beim Basketball, der zur Auszeit seine Spieler zusammenruft. Selbst wenn man Stressmanagement-Trainerin und Achtsamkeitstrainerin ist, ist das alles andere als einfach.

Achtsamkeit im Alltag? Unheimlich schwer! Sofort (jaaa Ihr lacht) verfällt man in alte Stressmuster. Ist man mühevoll mit dem kleinen Zeh dem Hamsterrad entstiegen, springt man bei nächster Gelegenheit wieder hinein. Und das ist völlig normal. Macht Euch deshalb nicht fertig. Wichtig ist, dass Ihr es merkt, wenn Ihr in die Stressmuster verfallt. Das ist schon ein wichtiger Schritt.

Und dass Ihr wisst: Es muss wirklich nicht immer alles sofort sein. Wirklich nicht! Ihr habt (außer Ihr führt gerade eine komplizierte Herz-OP durch oder müsst ein Flugzeug landen) so oft die Option, einfach mal auf die Pausetaste zu drücken.

Drück einfach mal kurz auf die Pause-Taste – nur 5 Minuten können einen riesigen Unterschied ausmachen

Mir hilft es gedanklich wahnsinnig Achtsamkeit im Alltag zu leben, dass ich genau das gemerkt habe. Ich habe diese 5 Minuten. Die Zeit, um morgens in Ruhe einen Tee zu trinken BEVOR ich die Mails checke. Die Zeit, morgens eine kurze Meditation vor der Arbeit zu machen. Und die dauert wirklich nur zwischen 5 und 10 Minuten.

Ich habe diese Zeit, ich muss sie mir nur nehmen. Und was bringt mir eine so kurze Zeitspanne? Reicht doch null für die dringend benötigte Massage, eine ganze Yoga-Session oder einen Sauna-Gang. Ja, aber manchmal sind es nur 5 Minuten am Morgen, die ich einfach brauche, um bei mir anzukommen und später kreativ sein zu können. Oder 5 Minuten in der Mittagspause, in der ich einfach kurz frische Luft schnappe und tief durchatme, um wieder konzentriert zu sein. Oder ein paar Minuten, damit ich in dieser verrückten Welt mal kurz zur Ruhe komme.

Nimm Dir Deine 5 Minuten, wann immer Du sie brauchst! Du hast sie!


2 Kommentare

  • Nicole

    8. Januar 2020 at 11:27

    Mal wieder sehr interessant zu lesen und hat für mich wieder zu einem erneuten Denkanstoß geführt. 5 Minuten bekomme ich wohl auch als 2fach Mama hin. Eventuell hast Du die Möglichkeit über Achtsamkeit als Mama zu schreiben? Mit dezenten Ratschlägen von anderen Müttern, die ggf wieder im Beruf stecken.

    Antworten

  • Susan Fengler

    8. Januar 2020 at 13:01

    Hi Nicole, das ist eine super Idee, das notiere ich gleich mal. Liebe Grüße!

    Antworten

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