Sonnenschutz: Chemischer oder mineralischer UV-Filter?

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Klar, das mit dem 30 oder 50 beim Sonnenschutz, das verstehen wir noch leicht. Aber was hat es mit der Frage: Chemischer oder mineralischer UV-Filter auf sich?

Wenn ich Sonnenschutz mit LSF 30 auftrage, verlängert das meinen hauteigenen Schutz x30. Bedeutet: Wenn meine Eigenschutzzeit 10 Minuten beträgt, kann ich mit LSF 30 ca. 300 Minuten in der Sonne bleiben, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Immer wichtig: Die Sonnencreme sollte immer vor UVA und UVB Strahlen (die führen zu Sonnenbrand!) schützen. So weit, so gut.

Auf unseren Sonnencremes steht allerdings noch viel mehr. Einige haben einen mineralischen, andere einen chemischen UV-Filter. Aber was bedeutet das überhaupt?

Chemischer oder mineralischer UV-Filter beim Sonnenschutz?

Im ersten Moment klingt ein chemischer UV-Filter ja wirklich viel negativer als ein mineralischer. Schließlich hört sich das nach Chemie auf der Haut an. Ganz so einfach ist das Ganze aber nicht.

Wie funktionieren die UV-Filter?

Chemischer Sonnenschutz wandelt die in die Haut eingedrungenen UV-Strahlen in andere Energieformen wie Wärme um. Auf der Sonnencremepackung steht hier häufig Trisiloxan, Benzon oder Drometrizol. Oft werden verschiedene chemische Filter kombiniert, um zuverlässig vor den UVA und UVB Strahlen zu schützen.

Mineralischer Sonnenschutz enthält Mikropartikel, die wie kleine Spiegel wirken. Sie liegen auf der Haut und reflektieren das Sonnenlicht. Die mineralischen UV-Filter bestehen meist aus Zinkoxid oder Titandioxid.

Chemischer UV-Filter: Vor- und Nachteile

Chemischer Sonnenschutz lässt sich leicht auftragen und zieht gut ein. Bevor er aber seine volle Wirkung hat, dauert es bis zu einer halben Stunde. Also nicht erst am Strand eincremen! Allerdings sollen einige Filter hormonell wirken (Bspw.: Butyl Methoxydibenzolmenthane, Ethylhexyl Methoxycinnamate und Octocrylene) – da solltet Ihr vor dem Kauf unbedingt drauf achten. Außerdem sind chemische UV-Filter nicht so gut für die Umwelt, weil sie Rückstände hinterlassen. Allerdings können mit chemischem UV-Filter höhere Lichtschutzfaktoren erreicht werden.

Mineralischer UV-Filter: Vor- und Nachteile

Ein Vorteil der mineralischen Filter: Sie wirken sofort nach dem Eincremen, es gibt keine Wartezeit. Allerdings hinterlassen die Sonnencremes meist einen weißen Schimmer auf der Haut und ziehen nicht so schnell und gut ein wie chemische UV-Filter. Außerdem ist der mineralische Sonnenschutz besser für die Umwelt. Es ist allerdings bei diesem Sonnenschutz schwieriger sehr hohen LSF zu erreichen, deshalb wird er auch manchmal trotzdem mit chemischen Filtern kombiniert. Für eine bessere Wirkweise werden diesen Sonnenschutzprodukten häufig Nanopartikel zugefügt. Diese sollen gesundheitlich unbedenklich sein, trotzdem fehlen hier Studien, die das korrekt belegen.

Ihr müsst also selbst abwägen, was Euch beim Sonnenschutz besonders wichtig ist. Für meinen Bali-Urlaub letztes Jahr habe ich auf chemische UV-Filter gesetzt, weil es mir besonders wichtig war, einen hohen LSF zu haben. In Hamburg benutze ich gern mineralischen Sonnenschutz – ist auch einfach besser für die Umwelt. Wichtig ist aber auf jeden Fall, sich über die Inhaltsstoffe zu informieren. Für einen guten UVA und UVB Schutz sollte im mineralischen Sonnenschutzprodukt unbedingt nicht nur Titandioxid, sondern auch Zinkoxid enthalten sein.

Bild: Fabijan Vuksic

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