Blogger = Influencer? Wir müssen differenzieren!

In: Lifestyle
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Gerade wird viel über Instagram diskutiert, über Blogger und Influencer. Was mir hierbei besonders wichtig ist? Dass wir innerhalb einer so neuen Berufsgruppe endlich anfangen zu differenzieren.

Meine liebe Kollegin Vicky hat vor ein paar Tagen in diesem Artikel ausgesprochen, wofür ich schon seit längerem kämpfe. Es geht dabei um die Differenzierung von Berufsgruppen in unserer noch sehr jungen Branche.

Als ich mich vor einem Jahr selbständig gemacht habe, da machte ich das als freie Online Redakteurin und Bloggerin. Klar, mein Blog steht aktuell bei meinen Freelancer-Jobs absolut im Mittelpunkt. Aber es war mir auch wichtig zu zeigen: Ich bin Redakteurin. Bei mir geht es um die Artikel. Egal ob das für einen Auftraggeber ist oder bei meinem eigenen Blog.

Heißt also: Ich bin Journalistin. Natürlich ist Social Media ein wichtiger Teil meines Jobs, aber in erster Linie dienen mir Facebook, Instagram, Pinterest und Co. dazu, Leser auf meine Artikel aufmerksam zu machen.

Blogger = Influencer? Wir müssen anfangen zu differenzieren!

Ich würde mich deshalb immer als Blogger bezeichnen, nicht als Influencer. Warum? Weil mit “Influencer” in meiner Branche in erster Linie Instagrammer gemeint sind. Währung sind hier Likes und Follower. Es geht um tolle Mädels wie Marie, die mit ihren coolen Looks und ihrem erstrebenswerten Lifestyle hunderttausende Follower auf der App haben. Teilweise werden Influencer zu Prominenten auch über die digitalen Grenzen hinaus (wie zum Beispiel gerade Caro Daur). Hier ist alles sehr visuell, der Alltag eines Instagrammers ist von Fotos und Videos geprägt – meiner von Texten bei denen das Foto den Artikel bebildert.

Wo liegt der Unterschied?

Die Influencer sind auf Instagram Zuhause. Während der Blogger dort häufig eher seinen Zweitwohnsitz hat.

Trotzdem wird im Influencer Marketing gern alles über einen Kamm geschert. Bei Bloggern der ersten Stunde ist auf einmal die Instagram Followerzahl wichtiger als der Blog-Traffic. Die Folge: Druck und viele Blogger faken bei Instagram, um zahlenmäßig nicht so hinterherzuhinken (wie Vreni gerade erst zugegeben hat). Was Quatsch ist: Denn ein erfolgreicher Blogger muss nicht gleichzeitig auch hunderttausende Follower auf Instagram haben.

Für mich muss endlich auch innerhalb der „Blogosphäre” (so wird sie gern bezeichnet) unterschieden werden. Da gibt es die Online Magazine, die Blogs, die Vlogs und die Instagrammer. Und unterscheiden heißt nicht gleich werten. Denn es ist nichts „besser” als das andere – aber eben „anders”.

Und weil es anders ist, dürfen auch nicht überall die gleichen Zahlen gelten. Bei Bloggern ist der Blog Traffic wichtig, bei YouTube Abos und views und bei Instagrammern Follower, Likes und noch viel wichtiger Reach.

Spricht man in der digitalen Lifestyle-Branche nur von Influencern, dann weiß man überhaupt nicht auf welcher Plattform derjenige eigentlich wirklich Zuhause ist. Also lasst uns wieder differenzieren.

Update:

Da das hier von einem anderen Blogger falsch aufgefasst und verbreitet wird. Mit „Influencer sind auf Instagram Zuhause” meine ich natürlich nicht, dass nur Instagrammer Influencer sein können. Natürlich bedeutet „influence” beeinflussen und Journalisten, Stars, Sportler beeinflussen genau wie Instagrammer (darüber hatte ich an anderer Stelle schon geschrieben). ABER: Schauen wir uns in der Lifestyle-Branche beispielsweise einen gerade stattgefundenen Influencer Award an, dann wurden dort Instagrammer ausgezeichnet. Und im Influencer Marketing scheint es gerade nur um Instagram-Zahlen zu gehen. Deshalb ist der Satz in meiner Blogosphäre nicht falsch – er darf nur nicht so allumfassend ausgelegt werden.

Und genau wegen dieser Thematik sage ich ja: Wir müssen differenzieren. Wir müssen statt Influencer lieber Vlogger, Blogger oder Instagrammer sagen. Dann weiß der Kunde und Partner auch, auf welche Plattform es hier am meisten ankommt – und auf welche Zahlen.

Pic: Dennis Kayser



1 comments

  • Eric

    May 11, 2017 at 9:58 am

    Danke für deinen Blogbeitrag – der hat mich gleich animiert ihn zu verlinken und selbst darüber was zu bloggen :)

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