Mehr Achtsamkeit im Alltag – ohne zeitlichen Aufwand

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Wenn ich von mehr Achtsamkeit im Alltag spreche, denken viele, dass sie sich aktiv Zeit nehmen müssen. Für Meditationen, Yoga oder Übungen. Es geht aber auch ganz ohne zeitlichen Aufwand!

Natürlich ist es langfristig gesehen sehr wichtig, dass wir uns Zeit für uns nehmen. Manchmal reichen da auch nur fünf Minuten (wie ich hier geschrieben hatte). Aber wir kennen es doch alle: Gerade im größten Stress, der sich eben nicht immer vermeiden lässt, brauchen wir Achtsamkeitsstrategien. Und da ist der Gedanke sich Zeit zu „nehmen“ teilweise mental ein Ding der Unmöglichkeit.

Was wenn ich Dir aber sage, dass du mehr Achtsamkeit im Alltag leben kannst, auch ohne zeitlichen Mehraufwand? Es sind manchmal einfach die Dinge, die wir bewusster machen. Dazu jetzt mehr.

Mehr Achtsamkeit im Alltag – ohne zeitlichen Aufwand

Irgendetwas stresst Dich, treibt Dich an und es ist so ein Tag, an dem Du einfach von morgens bis abends durchgeplant bist. Auch nur zehn Minuten freizuschaufeln für eine Meditation scheint Dir zu viel? Also zunächst einmal: Wir haben eigentlich immer diese zehn Minuten und sie tun uns so gut. Bevor Du aber ganz ohne Achtsamkeitspraxis durch den Tag hetzt, habe ich einen Tipp für Dich.

Mache die Dinge, die Du ohnehin machen musst ganz bewusst – und vielleicht ein wenig anders als sonst. Damit der Automatismus nicht Überhand gewinnt und Deine Gedanken nicht in Endlosschleife im Kopf kreisen.

Das kann schon das Duschen morgens nach dem Aufstehen sein. Wenn Du das Duschgel in die Hand gibst, rieche einfach einmal ganz aktiv daran. Nimm den Geruch richtig wahr. Und fühle richtig, wie das warme Wasser auf Deine Haut prasselt. Schau wie die Wassertropfen an der Duschwand abperlen. Das klingt so unfassbar banal. Aber wenn wir auf solche Dinge achten, nehmen wir den Moment wahr und spulen nicht automatisch alles ab, während wir im Kopf schon ganz woanders sind.

Ganz unter uns: Als ich das zum ersten Mal so bewusst ausprobiert habe, ist mir erst einmal aufgefallen, wie ich alles nur abspule. Und in meinem Kopf tausend Gedanken sind. Ich war da mental überall, nur nicht in der Dusche.

Dieses bewusste Wahrnehmen können auch die Schritte auf dem Boden auf dem Weg zum Bus sein. Oder, dass Du beim Frühstück genau darauf achtest, wie der frische Saft gerade schmeckt. Selbst essen funktioniert bei uns (und ich spreche da aus eigener Erfahrung) oft wie im Autopilot. Nebenbei werden Mails auf dem Handy gecheckt (bitte nicht!), Zeitung gelesen, Fernsehen geschaut. Unsere Aufmerksamkeit ist überall, nur nicht bei dem was wir gerade machen.

Ich habe gemerkt, dass es mir so gut tut, wenn ich mein Bewusstsein im Alltag schärfe und wirklich auf das achte, was ich gerade mache. Versucht es einfach erst einmal in nur einer Situation. Auch, wenn es Euch am Anfang vielleicht seltsam vorkommen mag. Mir hat es die Augen geöffnet.

Bild: Sophie Wolter


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