5 Facts über den Atem: Wie wichtig richtig atmen ist

In: Achtsamkeit
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„Ich komme gerade gar nicht zum Durchatmen.“ Habt Ihr bestimmt auch schon mal im Stress gesagt, oder? Wie wichtig richtig atmen ist und Facts über den Atem – dazu habe ich heute einen Artikel für Euch.

Da saß ich am Schreibtisch und konnte gar nicht mehr richtig auf den Bildschirm sehen, weil alles irgendwie flimmerte. Die letzten Stunden hatte ich „durchgezogen“. Bin nicht vom Platz aufgestanden. Und irgendwie, das merkte ich in dem Moment auf einmal, hatte ich die Luft angehalten. Natürlich nicht stundenlang. Aber während ich so „im Flow“ war und mich konzentrierte, atmete ich unheimlich flach und hielt manchmal tatsächlich die Luft an. Ein Moment, in dem ich spürte: So geht das nicht weiter. Vielleicht dadurch, dass ich mit Yoga angefangen hatte und anfing mehr auf mich zu achten, merkte ich auf einmal, wie wichtig dieses „Durchatmen“ doch ist. Und wie unachtsam ich mit meinem Atem umging.

Das ist Jahre her. Mittlerweile habe ich das Hamsterrad verlassen, habe mich selbständig gemacht und bin ausgebildete Achtsamkeitstrainerin für Stressbewältigung. Und achte jeden Tag auf meinen Atem. „Muss man doch gar nicht, man atmet doch automatisch“ denken jetzt vielleicht einige. Doch richtig atmen ist in Bezug auf Stressmanagement, Achtsamkeit und Gesundheit so essentiell. Und gerade in stressigen Situationen geben wir unserem Körper häufig nicht den Sauerstoff, den er benötigt. Deshalb gibt es heute ein paar Infos für Euch!

5 Facts über den Atem: Wie wichtig richtig atmen ist

#1 Auf den Atem achten – und Fehlatmung bemerken

Habt Ihr überhaupt schon einmal auf Euren Atem geachtet? Und Euch beim Atmen beobachtet? Im stressigen Alltag habe ich oft gemerkt, dass ich maximal bis in die Brust atme (und selbst dort der Atem teilweise nur ganz flach ist). Wenn ich auf meinen Atem achte, dann bemerke ich wie er über die Nase durch den Rachen in die Brust bis in den Bauch strömt. Viele atmen nur über die Brust und selbst bei der Bauchatmung kann es zu Fehlern kommen (da wird dann häufig die Brust nicht mehr mit einbezogen). Optimal ist eine „Vollatmung“, bei der sowohl Brust als auch Bauch mit einbezogen sind.

Beruhigend zu wissen: Man kann den Atem trainieren. Nur weil Ihr jetzt bemerkt, dass der Atem kaum bis in der Brust ankommt, heißt das nicht, dass es immer so sein muss.

#2 Wie atmet man denn richtig?

Durch die Nase. Das Einatmen durch die Nase führt dazu, dass die Luft schon vorgefiltert, befeuchtet und vorgewärmt wird. Wenn die Nase also nicht gerade durch eine Erkältung verstopft ist – immer durch die Nase einatmen. Das Ausatmen kann bei Atemübungen natürlich auch über den Mund erfolgen, weil es dann teilweise erst zu einem richtigen vollständigen Ausatmen und Loslassen kommt.

#3 Was können die Auswirkungen von „falsch atmen“ sein?

Tatsächlich gibt es eine Reihe an Auswirkungen auf den Körper, denn er braucht schließlich Sauerstoff. Wird über längere Zeit falsch geatmet, kann es zu Müdigkeit und Schlafproblemen kommen. Durch die häufige Anspannung im Bauchbereich kommt es auch vermehrt zu Rückenschmerzen. Richtig atmen ist nicht nur gut für die Konzentrationsfähigkeit, sondern für unser gesamtes Immunsystem (besonders für Herz und Magen-Darm). Es ist also nicht alles nur eine Frage von Stressbewältigung, sondern es geht auch weitreichender um die Gesundheit.

#4 Eine Atemübung für Anfänger

Eine Atemübung die ich Anfängern gerne empfehle, ist einfach den Atem zu beobachten. Wie fühlt es sich an, wenn die Luft durch die Nase einströmt? Wo geht die Luft anschließend hin? Verfolgt den Atem richtig wie er in die Brust kommt und ob er auch im Bauch zu spüren ist. Wenn man lernen möchte, in den Bauch zu atmen, dann finde ich es auch immer sehr hilfreich, einfach die Hand auf den Bauch zu legen. Da einige auch „falsch herum“ atmen: Beim Einatmen sollte sich der Bauch weiten und beim Ausatmen wieder sinken.

Ihr könnt auch einfach immer das Ausatmen zählen, wenn Euch das hilft, Euch mehr auf die Atmung zu konzentrieren.

Das Wichtigste: Macht Euch keinen Druck, zwingt Euch nicht. Beobachtet den Atem ohne direkt alles zu bewerten. Eine Atemübung soll nicht anstrengend sein – lasst den Atem einfach fließen.

#5 Atemübungen in den Alltag integrieren

Keine Angst. Ihr müsst jetzt nicht 24/7 den Atem beobachten. Das Atmen geschieht ja glücklicherweise wirklich automatisch. Aber zwei Mal täglich eine Atemübung durchzuführen, wäre schon super. Und das Ganze dauert meist auch nicht mehr als 5 Minuten. Als ich vor Kurzem zur Post gelaufen bin, habe ich meine 4-6-8 Atmung gemacht. Und die einfach mit meinen Schritten abgestimmt. 4 Schritte einatmen, 6 Schritte Luft anhalten, 8 Schritte ausatmen (manchmal sind es bei mir auch mehr als 8, weil ich geübt darin bin). Für den Anfang bitte nicht übertreiben. Zum Beispiel 4-3-4 versuchen und Euch langsam herantasten. Und die ersten Atemübungen macht Ihr auch am besten ganz entspannt im Sitzen. Ich wollte Euch nur aufzeigen, dass richtig atmen easy in den Alltag integriert werden kann.

Wenn Ihr Euch schon einmal ein Bewusstsein für den eigenen Atem schafft, dann ist das schon großartig. Ich ertappe mich mittlerweile beim Arbeiten sofort dabei, wenn ich in stressigen Phasen wieder kaum mehr atme. Und das ist so wichtig!

Mehr Infos bekommt Ihr zum Beispiel in einem Buch, das ich gerade lese, Atemtechniken sind erlernbar.


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