Diagnose Glutenunverträglichkeit: „Und was esse ich jetzt?“

In: Anzeige, Glutenfrei
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[Anzeige] Wie kein Gluten mehr essen? Die Diagnose Glutenunverträglichkeit ging mir im wahrsten Sinne erst einmal total auf den Keks. Wie ich Euch aber mit meiner Story vielleicht helfen und Mut machen kann?

Diesen Artikel zu schreiben, das lag mir schon lange auf der Seele. Das merke ich gerade so richtig, während ich die Gedanken im Kopf ordne und anfange, die richtigen Worte zu finden. Heute zum Welt-Zöliakie-Tag will ich Euch zusammen mit Schär meine Geschichte erzählen. Warum gerade mit Schär? Das erfahrt Ihr noch im Laufe der Story.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich unfassbar dankbar bin, dass ich die Diagnose Glutenunverträglichkeit vor ein paar Jahren bekam und nicht Zöliakie habe. Denn so ist Gluten zu meiden im Alltag für mich natürlich viel einfacher, da mir kleine Spuren wie in Saucen zum Beispiel nichts ausmachen. Ich fühle immer richtig mit, wenn ich mit Zöli-Lesern im Austausch bin und kann mittlerweile erkennen, dass ich mich glücklich schätzen kann.

Diagnose Glutenunverträglichkeit: Wie ich reagierte und was mir half

Trotzdem weiß ich noch wie heute, wie schlimm es für mich war, als im Zuge der Ursachenforschung für meine chronische Nebenhöhlenentzündung, auf einmal die Diagnose Glutenunverträglichkeit aufkam. Ich weiß es noch wie heute. Es war im Februar 2013. Ich lebte mit meinem Freund, der jetzt mein Mann ist, in einer Basketball-WG. Nicht in Hamburg, sondern in einer Kleinstadt in der Nähe von Gießen (Wo? Genau!). Und dann sagt der Arzt: Sie müssen Gluten meiden. Glu-was? Vor sieben Jahren war eine Glutenunverträglichkeit noch nicht annähernd so bekannt wie heute.

Und ich war auch gerade Mitte Zwanzig. Meine Ernährung zu der Zeit in der WG: Morgens Toast, mittags Pasta, zwischendurch Kekse, abends Brot und um Mitternacht am Wochenende mit den Jungs auch schon mal noch eine Pizza. Ja, klar Salat und Gemüse gab es auch, aber beinahe zu jeder Mahlzeit aß ich auch etwas glutenhaltiges.

Der erste Gedanke meines jüngeren Ichs war also erst einmal: „Und was soll ich jetzt essen?“

Damals gab es in den seltensten Fällen in Restaurants oder Cafés direkt glutenfreie Optionen. Der Glutenfrei-Hype aus den USA schwappte erst später zu uns rüber. Und zum Glück! Denn ich finde es großartig, dass ich in den letzten Jahren quasi live dabei war, als immer mehr glutenfrei im Food-Bereich gedacht und möglich wurde.

Ich bin also in den Supermarkt (in der Kleinstadt gab es nicht zig Märkte wie hier in Hamburg) und suchte nach glutenfreien Produkten. Denn klar: Natürlich gibt es auch Produkte, die ohnehin glutenfrei sind. Aber die Ernährungsumstellung war schon schwer genug, ich brauchte doch zumindest Brot oder Toast und auch mal Nudeln – also das, was mit dem Begriff Ersatzprodukte beschrieben wird. Und selbst in meinem Kleinstadt-Supermarkt, da entdeckte ich schon damals eine gelbe Ecke. Und ich kann sagen, dass Schär mir nicht nur heute das Leben einfacher macht – damals war die Marke wirklich meine Rettung in der für mich so ungewohnten, neuen Situation. So konnte ich auch abends einfach in der WG einfach Brot mit essen. Hatte dann nur eben mein eigenes. Und ich fand schnell heraus, dass es von der Marke auch ein Mehl gab, mit dem ich sogar meine geliebten Pancakes super hinbekam. Ganz ohne „komischen neuen Geschmack“ wie beispielsweise durch Buchweizen. Sondern, so wie ich sie kannte.

Und wenn Ihr in Eurer Ernährung auch Gluten meiden müsst (oder vielleicht Laktose o.ä.), dann kennt Ihr genau dieses Glücksgefühl, wenn etwas so schmeckt wie früher und einfach „normal“. Und man auch einfach schnell zugreifen kann – wie bei den Keksen hier im Bild.

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Wie es mir seit der Diagnose Glutenunverträglichkeit ergangen ist?

Mir hat die Ernährungsumstellung wirklich so unfassbar dabei geholfen, gesund zu werden. Ich habe sogar die chronische Nebenhöhlenentzündung komplett überwunden und nicht mehr so sehr mit Darmproblemen zu kämpfen. Und das, obwohl ich anfangs nicht daran geglaubt habe, dass diese ganze „Glutenfrei-Sache“ mir irgendwie helfen kann. Schließlich war ich doch kein typischer Zöliakie-Patient und stand der Diagnose erst skeptisch gegenüber.

Falls Ihr gerade frisch Eure Diagnose bekommen habt und Gluten meiden sollt: Anfangs ist es eine riesige Umstellung. Aber besonders zu Hause werdet Ihr bald einfach Eure neuen Produkte haben, die Ihr dann gar nicht mehr als „Ersatz“ wahrnehmt, sondern einfach als Brot, Nudeln oder Gnocchi (die esse ich fast jede Woche).

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich mich seit der Diagnose viel bewusster ernähre, das war ein sehr positiver Nebeneffekt. Automatisch habe ich selbst in den WG-Jahren weniger Fast Food gegessen und mich gesünder ernährt. Trotzdem musste ich aber nicht so verzichten, so wie ich zunächst dachte. Klar, ich muss häufiger nachfragen. Auch beispielsweise beim Grillen mit Freunden (da nehme ich mir fürs Kräuterbaguette übrigens immer einfach mein eigenes mit). Da steht man schon mal vor dem Buffet und muss bei den Salaten genau fragen, was drin ist – Couscous, Bulgur, Quinoa… puh… was war noch gleich glutenfrei (die Antwort hier)?

Aber ich kann Euch auf jeden Fall Mut machen und sagen, dass mein anfängliches „Und was soll ich jetzt essen?“ auf jeden Fall ganz schnell verschwand. Manchmal – besonders auf Reisen – bedarf es mehr Vorbereitung. Da ist auch mal meine halbe Kofferseite voll mit Brot und Co. – sicher ist sicher. Und in jeder Handtasche findet sich bei mir immer mindestens ein glutenfreier Snack.

Was ich aber versprechen kann: Ihr werdet ganz schnell den Dreh raus haben und es wird sehr schnell viel einfacher. Versprochen!

Bilder: Dennis Kayser


3 Kommentare

  • Stefanie

    17. Mai 2020 at 07:00

    Liebe Sue,
    Super geschrieben. Genauso habe ich mich auch gefühlt als ich die Diagnose Zöliakie bekommen habe.
    Erstmal ist man schon ein wenig geschockt und denkt sich, ich kann nichts mehr essen… Ich werde verhungern 😁 ich habe mich schon immer für gesunde Ernährung interessiert, aber durch die Diagnose richtig eingängig damit beschäftigt. Meine Krankenkasse hat sogar einen Teil der Ernährungsberatung speziell für Zöliakie übernommen.
    Auch die gelbe Verpackung mit dem roten Eck, hat mich am Anfang gerettet, danke dass es so tolle Marken gibt 😊

    Und dann merkt man, dass es doch nicht der Weltuntergang ist und man damit lernt zu leben. Man ist besser organisiert und hat seine Sachen dabei. Zum Teil wurde ich auf Reisen äußerst positiv überrascht und man sieht, wie fortschrittlich andere Länder in diesem Bereich sind.
    Ich möchte auch allen Mut machen, dass es zwar am Anfang ein Schock ist, die Diagnose Zöliakie zu bekommen, aber man damit leben kann und wird.

    Alles Liebe,
    Stefanie

    Antworten

  • Patrizia

    25. Mai 2020 at 13:16

    Liebe Sue,
    vielen Dank für deine Rezepte und Beiträge zum Thema glutenfreie Ernährung. Ich war selbst jahrelang auf Ursachenforschung und hatte diverse „wunderliche“ Beschwerden. Häufig wurde ich als Hypochonder abgetan, bis ich eines Tages eher tot als lebendig auf der Couch lag. In Eigenrecherche kam ich immer wieder zu dem Schluss: es muss an der Ernährung liegen. Die Tests beim Hausarzt brachten Licht ins Dunkel: Zöliakie. Ich dachte zunächst auch, ich würde verhungern. Die Umstellung war schon aufwändig, aber es geht mir seitdem so viel besser und nach und nach gibt es auch in kleineren Städten Einkaufs- und Ausgeh-Möglichkeiten. Zum Glück!
    Gerade viele Reiseländer sind uns sogar noch weit voraus.

    Alles Liebe dir und bleub gesund!

    Antworten

  • Susan Fengler

    27. Mai 2020 at 11:18

    Hallo liebe Patrizia, ja zum Glück wird es immer mehr. In Spanien zum Beispiel finde ich es richtig toll. Liebe Grüße und Alles Gute Dir!

    Antworten

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