Weekly Update: Was mir auf der Berlinale aufgefallen ist

In: Achtsamkeit, Lifestyle
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Drei Tage habe ich in der letzten Woche auf der Berlinale 2020 verbracht. Und dabei sind mir gleich mehrere Dinge so richtig aufgefallen.

Auf dieses Wochenende hatte ich mich sehr gefreut. Denn wie Ihr aus den letzten Jahren wisst: Ich liebe die Berlinale. Als großer Film-Fan ist es für mich jedes Jahr ganz besonders Teil des Festivals zu sein. Dieses Jahr war aber auch aus einem anderen Grund besonders. Mir ist etwas so richtig bewusst geworden.

Wie sehr ich mich doch verändert habe – Das ist mir auf der Berlinale 2020 aufgefallen

Als ich nach einem Tag voller Shootings, Videodrehs, einer Pressekonferenz, Gesprächen mit Kunden und Kolleg*innen und einem großartigen L’Oréal Paris Event in mein Hotelzimmer komme, da ist da dieses Gefühl. Dankbarkeit. Ein Bewusstsein im Hier und Jetzt. Und ich merke, bevor ich ins Bett gehe und vor allem als ich am Morgen aufwache, wie sehr ich mich in der letzten Zeit verändert habe.

Nicht, dass ich vorher nicht genießen konnte und gar undankbar gewesen wäre. Aber dadurch, dass ich mich vor vier Jahren selbständig gemacht habe und seitdem an mir gearbeitet habe und sehr viel achtsamer und bewusster lebe, merke ich jetzt so richtig eine Veränderung. Früher lebte ich mental immer mehr in der Zukunft als im Hier und Jetzt. Rannte teilweise durch mein Leben ohne einmal anzuhalten. War mit dem Kopf immer schon einen Schritt weiter als im gegenwärtigen Moment. Und gab mich ganz und gar dem Stress hin, statt auch einmal stehenzubleiben. Und dadurch habe ich mir das ein oder andere richtige Glücksgefühl genommen. Das merke ich jetzt.

Als ich morgens im Hotelzimmer aufwache, lasse ich den inspirierenden Tag zuvor Revue passieren. Mache mir richtig bewusst, dass ich mit diesen Menschen schon seit Jahren zusammenarbeite und Kunden sich gar nicht mehr wie solche anfühlen. Wie schön.

Statt mich schon vor dem Frühstück noch im Bett mit Mails zu beschäftigen, mache ich erst einmal ein paar Yoga-Übungen. Weil wegen der Anspannung beim Shooting und networken die Schultern doch ganz schön verspannt sind. Früher hätte ich das gar nicht wahrgenommen. Wäre aufgestanden – schon mit dem iPhone in der Hand – auf dem Weg ins Bad.

Klar, muss ich auch arbeiten. Aber ich entscheide wann. Lange fühlte ich mich wie fremdbestimmt – sogar in der Selbständigkeit. Nach einer heißen Dusche schmeisse ich mich aufs Bett (hey ist schließlich Samstag) und nehme mir die Zeit für die wichtigsten Job-To-Dos. Fühlt sich viel besser an, als morgens als erstes nach dem Augenaufschlag.

Als ich vor dem riesigen Fenster in meinem traumhaften Hotelzimmer stehe, da sehe ich nicht draußen den grauen Himmel. Früher wäre der Blick davon bestimmt worden. Sondern mir fällt auf dem Dach eines der beeindruckenden Berliner Gebäude eine hübsche Gold-Figur auf. Bei all meinem Herumhetzen früher wäre sie mir niemals aufgefallen.

Das beste Beispiel fällt mir im Taxi auf. Ich beantworte schnell eine Mail. Lege dann das Handy wieder in die Tasche. Und schaue aus dem Fenster statt weiter auf das Display. Früher wäre der Kopf erst hochgeschnellt, wenn das Taxi vor dem Hotel zum Stehen kommt.

Durch mein verändertes Mindset genieße ich die Zeit mit Freunden und Kollegen, die ich nicht jeden Tag zu Gesicht bekomme, noch viel mehr als früher. Weil mein Kopf auch wirklich da ist beim Gespräch und nicht tausend andere Gedanken und To-Dos einen großen inneren Druck aufbauen. Mein Job sieht von außen oft nicht nach Arbeit aus. Aber als Ein-Frau-Unternehmen bin ich „das Mädchen für alles“ und muss auch alles in meinem Kopf haben. Dass ich auch kurz innehalten kann, das ist ein so wahnsinnig wichtiges Learning der letzten Zeit.

Obwohl ich schon häufig auf der Berlinale war und bei vielen tollen Events über all die Jahre dabei sein durfte, spüre ich besonders jetzt eine riesige Dankbarkeit. Ein großes Glücksgefühl durchströmt mich. Und das spüre ich vor allem, weil ich überhaupt Raum dafür habe. Nicht schon im Kopf beim nächsten Instagramposting oder der nächsten Job-Mail bin. Sondern es in den letzten Jahren wirklich Step by Step gelernt habe, einfach auch mal den Moment zu genießen.

Das ist mir auf der Berlinale 2020 so richtig aufgefallen. Und zeigt mir: Ich bin auf dem richtigen Weg. Ich will nicht nach Jahren zurückblicken und denken: Wow was hattest Du für ein Leben. Sondern ich will mir kleine und große Glücksmomente auch zwischendurch ganz bewusst machen. Und da fällt mir immer wieder auf: Ich sehe die Welt durch meinen eigenen mentalen Filter. Und bin ganz allein für mein Glück verantwortlich.

Ich kann die goldene Figur auf dem Dach sehen und dankbar für ein tolles Wochenende sein. Oder mich auf den prasselnden Regen und die nervige Mail konzentrieren. Es ist meine Entscheidung.

Bild: Capture Island für L’Oréal Paris (Berlinale 2020)


2 Kommentare

  • Kim

    24. Februar 2020 at 14:09

    Danke für das inspirierende Montags Update. Du hast mit allem recht. Ich habe es gerade richtig gebraucht deine Erkenntnisse und Erfahrungen schwarz auf weiß zu lesen, um mich zu erinnern im
    Moment zu leben.

    Antworten

  • Susan Fengler

    25. Februar 2020 at 15:53

    Hallo Kim, das freut mich sehr! Kam auch direkt von Herzen. Liebe Grüße, Sue

    Antworten

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