So findest Du heraus, was Dich stresst (und kannst mit dem Stress umgehen)

In: Achtsamkeit
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Kennst Du das: Dein Kopf schwirrt und alles ist zu viel. Heute geht es deshalb darum, genau herauszufinden, was Dich stresst. Damit Du dann besser mit dem Stress umgehen kannst.

Zwei Mal in den letzten vier Wochen wurde ich um Hilfe gebeten, weil jemand mir sagte, dass er das Gefühl hat, nicht richtig atmen zu können. Keine richtige Atemnot, aber einfach so ein „Ich kann nicht richtig durchatmen”. Schnell wurde klar: Irgendwie ist das Ganze ausgelöst von Stress.

Bei einem Fall konnte ich mit angeleiteten Atemübungen helfen. Und riet zur Beruhigung zum Beispiel den Atem zu zählen (entweder das Einatmen oder das Ausatmen zählen).

Die andere Person hatte selbst schon Atemübungen probiert und war nicht überzeugt, dass ihr diese helfen. Ihr ging es besonders in ruhigen Stunden damit schlecht. Tagsüber im Alltag konnte sie sich gut ablenken und hatte das Problem nicht. Für mich ein deutliches Zeichen, dass sie etwas innerlich negativ beschäftigt.

Ich fragte: „Fühlst Du Dich gerade gestresst?” „Ja, da gibt es schon ein paar Dinge glaube ich.” „Weisst Du, was Dich stresst?” „Da ist vieles – aber eigentlich ist doch alles nicht so schlimm.” Aber alles zusammengenommen wurde dann scheinbar doch zum Problem.

Durch eine kleine Übung aus dem Stressmanagement konnte ich ihr schnell helfen. Und für diese Übung brauchst Du nur ein Blatt Papier, einen Stift und ein paar Minuten Zeit.

Mit dieser kurzen Übung kannst Du herausfinden, was Dich stresst – Und kannst besser mit Stress umgehen

Vieles aus dem Stressmanagement ist ganz einfach umzusetzen. Und diese Übung ist eigentlich ziemlich simpel und selbstverständlich. Aber wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe: Eine Übung muss nicht schwierig sein, um sehr effizient sein zu können.

Für diese Stressmanagement-Übung, mit der Du Deinen Stress visualisieren kannst, brauchst Du wie gesagt wirklich nur ein Blatt Papier (oder ein Notizbuch) und einen Stift.

Schreib in die Mitte des Blattes das Wort Stress. Und dann schreibst Du ausnahmslos alles auf, das Dich gerade auch nur annähernd stresst. Dabei schreibst Du das mit dem größten Stress-Faktor ganz nah an das Wort Stress und etwas, das Dich nur ab und zu etwas mitnimmt eher an den äußeren Rand des Blattes.

Gehe dabei richtig in Dich und schreib alles auf, das Dir einfällt. Werde dabei auch ganz spezifisch. Also vielleicht nicht einfach nur „Job” – sondern „Druck durch meinen Chef”, „Kollegen deren Aufgaben ich übernehmen muss”, „schlechtes Gewissen wegen Kinderbetreuung” usw. Nicht nur „Haushalt” – sondern „putzen am Wochenende, wenn eigentlich Freizeit ist”.

Ich bekomme bei dieser Übung oft das Feedback, dass einem dann erst klar wird, was einen eigentlich alles stresst. Und was vielleicht auch irgendwie unterbewusst für Stress sorgt. Oft sind es viele kleine Dinge, die dann zusammen aber plötzlich schwer wiegen. Vor allem, wenn noch etwas dazu kommt. Solche „Mindmaps” kennen viele aus dem Job-Umfeld – kamen aber einfach nicht darauf sie auch für das Privatleben bzw. sich selbst anzuwenden.

Jetzt hast Du alles notiert und kannst dadurch viel besser visualisieren, was Dich stresst. Und damit arbeiten. Ich versuche anzunehmen, was ich aktuell nicht ändern kann. Aber den Status Quo zu verbessern, indem ich einige dieser „Stressoren” versuche loszuwerden. Vielleicht gibt es für das ein oder andere jetzt so „Auge in Auge” ja eine gar nicht so schwierige Lösung.

Und selbst wenn nicht: Manchmal tut es auch einfach gut, zu wissen, was da gerade so alles in einem passiert und womit man sich stresst.

In dem beschriebenen Fall hat zum Beispiel schon das Herunterschreiben und das deutlich machen der Stress-Faktoren geholfen, dass die Person wieder besser durchatmen konnte.

Bild: Sophie Wolter


2 Kommentare

  • Frieda

    5. März 2020 at 20:15

    Hallo Sue,
    der Beitrag kommt wie gerufen, ich fühle mich die letzten zwei Wochen auch sehr durch den Wind und nicht so richtig bei mir. Das werde ich gleich ausprobieren.
    Vielen Dank für die schöne Idee! Deine Beiträge zu Achtsamkeit sind auch allgemein meine Lieblingsartikel auf dem Blog und sehr hilfreich!
    Viele Grüße,
    Frieda

    Antworten

  • Susan Fengler

    6. März 2020 at 17:53

    Hi Frieda! Oh das freut mich sehr. Hoffe die Übung konnte Dir helfen! Liebe Grüße, Sue

    Antworten

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