Serendipität und Serendipity Mindset: Wie Du Glück selbst kreieren kannst

In: Achtsamkeit
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Du hast noch nie etwas von Serendipität oder dem Serendipity Mindset gehört? Dann solltest Du unbedingt weiterlesen. Es geht nämlich darum, warum Glück nicht immer Zufall ist und wie Du es selbst herbeiführen kannst.

Es gibt da diese scheinbar glücklichen Zufälle, die unser Leben verändern können. Was aber, wenn dieses Glück nicht nur purer Zufall ist, sondern man ihm quasi selbst auf die Sprünge helfen kann? Dazu hat Dr. Christian Busch ein sehr spannendes Buch mit dem Titel „The Serendipity Mindset” geschrieben. Auf Deutsch sprechen wir da von Serendipität.

Serendipität bedeutet in der Definition, dass man zufällig etwas beobachtet, nachdem man eigentlich nicht gesucht hat. Und das stellt sich dann als eine überraschende neue Entdeckung heraus.

Serendipität und Serendipity Mindset – die Sache mit dem Glück

Ihr kennt bestimmt Menschen, die scheinbar ganz offensichtlich das Glück auf ihrer Seite haben. Was aber, wenn das nicht nur Zufall ist, sondern sie auch selbst aktiv dafür gesorgt haben?

In „The Serendipity Mindset”* wird aufgezeigt, dass wir manchmal selbst die Bedingungen schaffen können, damit uns dieses so zufällig erscheinende Glück häufiger begegnen kann. Ein wahnsinnig spannender Ansatz. Im Interview mit meiner lieben Freundin Alex, die mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat, wird von „klugem Glück” in Abgrenzung zu „blindem Glück” gesprochen.

Klingt alles so theoretisch? Im Buch gibt Dr. Christian Busch (der übrigens in meiner Heimatstadt Heidelberg aufwuchs und mittlerweile in New York wohnt) da gute Beispiele.

Es geht vor allem um das „connecting the dots”. Also dass man, wenn etwas Unerwartetes passiert, die richtigen Schlüsse zieht, dranbleibt und handelt. Es ist also nicht ein Glück, das einem einfach passiert, sondern man handelt proaktiv.

Ich finde, dass das Erforschen von Medikamenten, wie beispielsweise Penicillin, ein sehr anschauliches Beispiel aus dem Buch sind. Alexander Fleming hat Staphylokokken untersucht und eines Morgens festgestellt, dass eine der Petrischalen ohne Abdeckung auf dem Fensterbrett lag. Dabei hatte sich Schimmel gebildet. Und um den Schimmel waren die Staphylokokken verschwunden. Dieser „Schimmel” war Penicillium chrysogenum und aus dieser Entdeckung entstand die gesamte Antibiotika-Forschung. Eine unabsichtliche Kontamination führte zu einer bahnbrechenden Entdeckung. Aber das Kritischste hier ist die Reaktion von Alexander Fleming. Er hätte die zufällig kontaminierte Petrischale auch einfach wegwerfen können. Stattdessen war er neugierig und blieb hartnäckig dran. Er hat die zufällige Entdeckung mit etwas Relevantem verknüpft. Obwohl er eigentlich gar nicht danach gesucht hatte, fand er eine Lösung zu einem großen Problem. Es war also nicht nur blindes Glück, dass Penicillin entdeckt wurde, sondern es war auch jemand da der aus einem Trigger Schlüsse zog.

Wieso scheinen erfolgreiche Menschen oft mehr Glück zu haben?

Erfolgreiche Menschen haben oft bewusst oder unbewusst die Grundsteine, also die Bedingungen dafür geschaffen, sodass ihnen das Glück begegnen konnte.

Ich habe da auch ein persönliches Beispiel. Mein Vorstellungsgespräch damals bei einem Magazin, das mich schließlich als Online-Redakteurin einstellte, kann als Serendipität gesehen werden. Die Chefredakteurin schrieb mich bei Twitter an, dass sie meinen Blog und meine Art zu schreiben super findet und sie gerade das Online-Team aufbauen möchten. Sie fragte, ob ich nicht mal zu einem Vorstellungsgespräch vorbeikommen möchte. „Man was hattest Du da für ein Glück, dass sie einfach auf Dich zukam, ohne dass Du Dich bewerben musstest.” Aber wenn man genauer hinsieht: Habe ich nicht durch die kontinuierliche Blog-Arbeit und das Teilen meiner Artikel und meiner Aktivität auf Twitter den Grundstein gelegt, damit genau das passieren konnte? War es also nicht blindes Glück, sondern kluges Glück?

Das Spannende: Wir können aktiv an unserem Serendipity Mindset arbeiten. Also unserer Fähigkeit das Unerwartete wahrzunehmen und zu erkennen (den Trigger) und dann die Punkte zu verbinden – es mit etwas Relevantem zu verknüpfen – und dadurch auf etwas Neues zu stoßen (wie die Lösung zu einem Problem, nach der wir aber ursprünglich gar nicht gesucht haben).

Unheimlich interessant einmal darüber nachzudenken und sich mehr mit Serendipität zu befassen. Ich kann Euch das Buch nur ans Herz legen.

Bild: Sophie Wolter

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