Selbstfürsorge: 3 Sätze, die Du häufiger zu Dir sagen solltest

In: Less Stress
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Heute gibt es von mir: 3 Dinge, die Du Dir häufiger selbst sagen solltest. Denn viele von uns brauchen gerade Kraft durch Selbstfürsorge.

„Ich schaffe das nicht.” oder „Ich kann nicht mehr”. Wenigstens einer dieser beiden Sätze kommt Dir sicherlich gerade sehr bekannt vor, oder? Heute geht es deshalb um eine Art der Selbstfürsorge.

Wir sprechen so oft mit uns selbst. Und damit meine ich jetzt nicht, dass ich im Home-Office allein vor dem Kühlschrank stehe und laut sage „Na, was mache ich denn heute aus den Karotten, die weg müssen?”.

Ich meine vielmehr das leise, innere mit uns selbst reden. Wenn die Lockdown-Wochen nicht enden wollen und die innere Stimme sagt: „Ich bekomme das alles nicht hin mit Kids, Job und allem unter einem Dach.” (Wichtig: Wenn es Euch wegen des Lockdowns mental wirklich schlecht geht, dann bitte, bitte wendet Euch an ein Sorgentelefon oder die Depressionshilfe.)

60.000 Gedanken am Tag – und nur 3% sind aufbauende Gedanken

Laut Studien haben wir täglich etwa 60.000 Gedanken. Ganz schön viel, oder? Was mich, als ich davon las, allerdings erschütterte? Nur 3% dieser Gedanken sind aufbauend.

Mit diesem Wissen erscheinen das vom Wort sehr bekannte „gut Zureden” und Selbstfürsorge noch viel sinnvoller, oder?

Ich bemerke in meinen Stressmanagement-Trainings und in Gesprächen mit Freunden so oft, dass es uns viel leichter fällt, andere gut zuzureden. „Du schaffst das!” kommt irgendwie immer viel leichter über die Lippen als „Ich schaffe das!” Stimmt, oder?

Dabei ist es so wichtig, dass wir ganz à la Flugzeugsituation mit Beatmungsmaske erst an uns selbst denken. Denn nur wenn wir für uns selbst gesorgt haben, dann können wir auch anderen gut helfen.

Und diese Selbstfürsorge wird im ganzen Alltagsstress nur zu oft vernachlässigt. „Da muss ich jetzt eben durch.” „Ich muss mich jetzt eben hinten anstellen.”

Nein, bitte stell Dich nie hinten an. Auch wenn es sich aufopfernd und nach gutem Mensch anhört. Du selbst bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben.

Selbstfürsorge: Hier sind 3 Sätze, die Du häufiger zu Dir sagen solltest!

#1 Ich schaffe das!

Zugegeben, das in einer Situation, in der alles zu viel erscheint, zu Dir selbst sagen zu können ist schon eher wie ein Grand Slam im Tennis. Also ganz schön krass. Aber Du bist auch krass! Du hast schon so viel geschafft, das Dir vorher Angst gemacht hat. Selbst die schwierigsten Situationen hast Du doch irgendwie gemeistert. Und wenn Du an Dich glaubst, dann wirst Du das auch schaffen.

Also, Superman-Pose einnehmen (aufrecht hinstellen und Arme in die Hüfte stützen) und laut zu Dir sagen: „Ich schaffe das!”. Okay, oder auch einfach ganz leise in Dich rein, wenn Du gerade die Buchhaltung machst und nebenbei das Essen überkocht.

#2 Das reicht/passt schon so!

In einer Sache bin ich selbst nicht besonders gut. Diesem „Fünfe gerade sein lassen”. Da kommt mir so oft mein Perfektionismus in den Weg. Ich will es bis ganz zum Ende durchziehen, vollständig planen, alles unter Kontrolle haben. Und es soll doch zu 110% perfekt sein. Was wir uns viel häufiger sagen sollten? „Das passt schon so!” So mit einer ganz ur-bayrischen Mentalität zum „passt scho” (schreibt die Heidelbergerin, die in Hamburg wohnt und zu viel „Die Bergretter” schaut).

Was mir in den letzten drei Jahrzehnten meines Lebens auffiel (okay vielleicht nicht im ersten…)? So oft reichen auch die 80%. Nicht umsonst gibt es da zahlreiche Businesstheorien rund um das Paretoprinzip (80-20).

Und ganz ehrlich: Selbst wenn nicht. Du bist nicht nur auf die Welt gekommen, nur um perfekt zu funktionieren. Gestatte Dir selbst viel häufiger ein „Das reicht/passt schon so” zu.

#3 Ich muss da nicht alleine durch!

Selbst wenn wir uns gerade nicht treffen können, so sind wir doch nicht allein. Aber ganz oft denken wir beim „Durchziehen” und „alles Stemmen”, dass es nur uns selbst gibt.

Falsch! Wir haben so viele tolle Menschen um uns herum (selbst wenn sie nicht im selben Raum sind).

Die beste Freundin anrufen und Ihr von den Sorgen erzählen. Oder auch mit 30 noch die Mama fragen, wie das nochmal mit dem einen Haushalts-To-Do war. Zusammen mit dem Partner/der Partnerin abends einen Masterplan machen. Oder die Kollegin via Zoom um Rat für ein Projekt fragen.

Du bist nicht allein. Und andere einzubinden oder um Rat zu fragen, das erscheint oft erst einmal als Hürde. Aber Du wirst merken, dass Dein zu Dir selbst gesagtes „Ich muss da nicht alleine durch!” sofort als wahr bestätigt wird, wenn Du es aktiv umsetzt.

Talk to yourself like you would to someone you love!


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