Mentale Hürde: Was ich beim Yoga lernen musste

In: Lifestyle
Yoga lernen suelovesnyc_yoga_lernen_susan_fengler_blog_hamburg

Eine der wichtigsten Sachen, die ich beim Yoga lernen musste, hat nichts mit Yoga-Übungen zu tun. Sondern mit meinem Kopf und meiner Einstellung.

Wenn Du Dein ganzes Leben lang Basketball gespielt hast, dann ist ein Wechsel zu Yoga schon etwas völlig anderes. Ging es vorher eindeutig mehr um das Team als um Dich selbst, sollst Du plötzlich ausschließlich in Dich reinhorchen. Wollte ich immer besser sein als andere (vor allem als die Gegner), soll ich jetzt nur noch auf mich achten.

Was ich erst wirklich beim Yoga lernen musste?

Nicht immer auf die anderen Matten zu schauen. Klingt banal, ist aber so schwierig. Ich bin ehrgeizig. Manchmal zu ehrgeizig. Brauche gerade deshalb, weil ich oft zu angespannt bin, Auszeiten wie Yoga und Meditation. Das habe ich mittlerweile gelernt. Die innerlichen Strukturen aufzubrechen ist dabei aber gar nicht so einfach.

Da kommst Du in den Yoga-Kurs und da sitzen schon „die alten Hasen”. Klappen schnell mal die Füße hinter die Ohren – zum Aufwärmen versteht sich, während Du gerade mal so mit den Händen an Deine Füße kommst (sogar das konnte ich dank zu wenig dehnen beim Basketball anfangs nicht). Da habe ich mich schnell unwohl gefühlt. So unflexibel. Warum bekommt sogar der alte Mann seine Füße beim herabschauenden Hund ganz auf den Boden? Schaffe ich übrigens dank verkürzter Beinmuskeln auch heute noch nicht.

Sofort begann ich mich zu vergleichen. Wollte das nicht nur auch können, sondern – wenn ich ganz ehrlich bin – eigentlich besser sein. Wie überall im Leben. Im Sport, im Job, in unserer Leistungsgesellschaft. Aber darum geht es beim Yoga nicht.

Achte auf Dich, nicht auf die Skills der anderen

Das sage ich Euch jetzt so, bin aber selbst noch nicht so richtig an dem Punkt angekommen. Der Ehrgeiz, der jahrzehntelange Wettbewerb im Basketball. Lässt sich alles nicht so leicht aus dem Kopf verbannen. Was ich deshalb sehr gern mache? Meine Yoga-Session nach Hause verlegen. Meine Trainerin hat tolle Yoga-Videos produziert. Da gibt es keine Matte neben mir. Und kein Rüberblinzeln auf die anderen Matten. Da gibt es nur mich.

Ich will versuchen, mir selbst etwas Gutes zu tun und mein Leistungsniveau nicht mit anderen zu vergleichen. Ich hoffe das gelingt mir bald auch in den offenen Yoga-Stunden…

Bild: Fabijan Vuksic



0 comments

Leave a comment

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten (Name und Email Adresse) durch diese Website einverstanden. Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen