EM-Enthusiasmus: Hört doch bitte auf zu nörgeln!

In: Lifestyle
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Warum so ein bisschen EM-Enthusiasmus gar nicht so schlecht für uns ist.

Ich liebe Sport. Das bedeutet allerdings weder, dass ich ihn jeden Tag exzessiv betreibe, noch, dass ich mich in jeder Sportart unglaublich gut auskenne. Aber so ist das doch auch in der Liebe, oder? Es muss nicht alles perfekt sein, um wirklich großartig sein zu können.

Gerade findet die Fussball-Europameisterschaft in Frankreich statt und ich fiebere – wie viele andere – mit. Schaue ich sonst jede Woche Bundesliga? Nein. Kam mir der Name Hector im Fernsehen zunächst irgendwie nicht so wirklich bekannt vor? Ja.

Muss ich mir meinen EM-Enthusiasmus erst irgendwie verdienen?

Darf ich deswegen aber keine Freude an der EM haben und unser Land anfeuern? Manchmal bekomme ich wirklich den Eindruck. Man bekommt geradezu unterstellt „auf den Zug aufzuspringen”. Würde ich ja verstehen, wenn ich HSV-Fan wäre und nur, weil die Bayern gerade Meister werden, auf einmal Bayern-Fan. Aber wir sprechen doch hier von Deutschland. Von der Europameisterschaft. Und von ein wenig sportlichem Enthusiasmus.

In unserem Land, in dem wir alles erst einmal mit einer hochgezogenen Augenbraue beobachten, in dem teilweise mehr Schranken stehen als es Wege gibt und dem andern oft sehr wenig gegönnt wird, tut uns ein wenig Gemeinschaftsgefühl und EM-Enthusiasmus meiner Meinung nach richtig gut. Ich verstehe, dass Nörgeln irgendwie zum Fussball dazugehört. Entweder ist der Schieri Schuld oder der Trainer. Aber über Enthusiasmus und Freude zu nörgeln?

Ob man nun Fussball-Experte, Fan oder Deutscher ist – das ist doch dabei völlig egal.

Pic: Fabi



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