Life at 30: Sich nicht im Aufregen verlieren

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„Das nervt! So sehr!“ Kennt Ihr das, wenn Euch etwas aufregt und es Euch einfach nicht los lässt? Da kann man sich aber auch leicht im Aufregen verlieren.

Seit ich mich vor drei Jahren selbständig gemacht habe, beschäftige ich mich mit Achtsamkeit. Ging los mit Yoga-Stunden. Die anfangs mit dem ganze „Ommm“ und in sich reinhorchen übrigens sehr gewöhnungsbedürftig waren. Seit etwa einem Jahr versuche ich zudem auch vermehrt an mir zu arbeiten. Lese Bücher über Achtsamkeit. Und entdecke mich auch oft darin wieder (wie z.B. in 10% Happier).

Ich war früher sehr gestresst, hatte auch allen Grund dazu. Als ich mich dann selbständig machte, wollte ich auch eine Work-Life-Balance finden. Mich nicht wieder im Stress verlieren und die Tage, Wochen, Monate einfach an mir vorbeifliegen lassen, ohne auch nur einmal durchzuatmen.

Meine Achtsamkeit hat also viel mit Stressmanagement zu tun. Wenn mich heute etwas stresst, dann liegt es meist daran, dass ich mich über etwas zu sehr aufrege. Auch wenn alles super läuft, gibt es immer etwas das gerade richtig nervt. Und das können auch nur Kleinigkeiten sein. So wie ein Instagram-Bild, das auf einmal nicht performt. Eine App, mit der man arbeitet, die aber nicht so will wie man selbst, obwohl man doch eigentlich alles „richtig“ gemacht hat. Das kann einen schon einmal aufregen.

Was ich gemerkt und woran ich gearbeitet habe? Mich nicht im Aufregen zu verlieren

Versteht mich nicht falsch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich gar nicht mehr über negative Dinge aufregt. Muss ja schließlich auch mal raus. Und irgendwie wäre es auch nichts, wenn wir alle wie Achtsamkeits-Zombies nur mit einem sanften Lächeln durch die Gegend schlendern würden und so Zen wären, dass uns nichts – aber auch gar nichts – aus der Ruhe bringen kann. Irgendwie ein gruseliges Bild.

Ist man im Job ehrgeizig, dann gerät man auf jeden Fall ab und an in Situationen, in denen man sich aufregt. Und vertritt man im Privatleben stark seine eigene Meinung, dann will man sich mit Sicherheit ab und an so richtig die Haare raufen.

Was ich aber gelernt habe? Aufregen ist gut. Dieses: einfach alles rauslassen. Aber dann ist es wichtig, dass man sich nicht in dieser kleinen Blase verliert. Es passiert so schnell, dass man sich in etwas hineinsteigert.

Meine Hilfestellung dafür: Über längere Zeit aufregen, geht nur dann in Ordnung, wenn ich an einer Situation wirklich etwas ändern kann. Wenn ich nicht die Macht habe, etwas zu ändern, dann mache ich mir damit nur selbst das Leben schwer. Und auf diesen „selbstgemachten Stress“ habe ich einfach keine Lust. Meine Frage also: „Habe ich Macht über die Situation? Oder kann ich hier eh nichts ändern und könnte mich auch jahrelang aufregen?“

Ich arbeite da aktiv daran. Gerade kann ich sagen: Es ist schwer, aber auch schon viel besser geworden und das „entstresst“ wirklich auch meinen Alltag.

Auch wenn das vielleicht ein bisschen sehr nach Achtsamkeits-Ratgeber klingt… (Und übrigens, nein, hier stehen gerade keine Räucherstäbchen neben meiner Tastatur und es läuft auch keine sanfte Musik im Hintergrund.) Oft hilft es mir, die Situation von außen zu betrachten. Ist es wirklich alles so schlimm? Oder meine ich das nur, weil ich mich gerade hineinsteigere? Ja und dann ratet mal, was in 99% der Fälle meine Antwort an mich selbst ist.

P.s. Hier auch danke an Sarah und Dajana für unsere Gespräche zum Thema.


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