Life at 30: Vom Prokrastinieren und der „Aufschieberitis”

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Es gibt diese Aufgaben (egal ob beruflich oder privat), die schieben wir ständig vor uns her. Dafür gibt es auch ein Wort: Prokrastinieren. Was mir bei all der „Aufschieberitis” hilft?

„Wir müssen unbedingt endlich mal ein Rollo fürs Schlafzimmer kaufen, damit es morgens nicht so hell ist.” Ich kann nicht mehr zählen, wie oft wir das in den letzten Monaten gesagt haben, in denen wir jetzt in der neuen Wohnung leben. Dann habe ich gegoogelt. War verwirrt, weil es anscheinend zig Möglichkeiten für eine Fenster-Verdunklung gibt. Hab dann wieder aufgegeben. Vor ein paar Tagen sind wir endlich mal zu einem Baumarkt gefahren. Und innerhalb weniger Stunden hatten wir nicht nur ein passendes Rollo gekauft (das doch einfach so ganz ohne individuelles Zuschneiden und viele Kosten passte), sondern es auch direkt angebracht. Okay, mein Mann hat es angebracht. Dauerte geschätzte fünf Minuten.

Kennst Du dieses Prokrastinieren und die „Aufschieberitis”?

Ähnlich ging es mir gerade mit einem Job-To-Do. Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich mir schon auf die To-Do-Liste schreibe: Unterkategorien bei der Reise-Kategorie erstellen. Aber im Alltag kommen dann doch irgendwie immer dringendere Aufgaben dazwischen. Eine wichtige Kundenmail beantworten, Life at 30 Mentoring Vorbereitungen oder zum Beispiel die Life at 30 Kolumne schreiben. So wanderte die Aufgabe immer wieder in den Hintergrund und schlich sich immer wieder auf die To-Do Liste. Bis ich sie am Montag, als ich ohnehin gerade das Weekly Update schreiben wollte, einfach packte. Sie zappelte zwar noch ein bisschen, denn in meinem Kopf kam gleich: „Ach eigentlich solltest Du erst das Update schreiben.” Aber ich habe mich nicht ablenken lassen. Und in 1 Stunde (!) waren die wichtigsten Reise-Kategorien erstellt und Ihr könnt jetzt endlich, wenn Ihr oben im Menü auf Reisen klickt, direkt zu den wichtigsten Destinationen springen. Eine Stunde!

So oft war ich in den letzten Jahren immer wieder überrascht, wie Dinge, die wir prokrastinieren und so lange vor uns herschieben, dann – wenn wir sie angehen – in kürzester Zeit erledigt sind. Trotzdem schleicht sich diese „Aufschieberitis” immer wieder ein. Manchmal haben wir auch falsche Vorstellungen im Kopf so à la: aber Du hast doch heute frei, dann solltest Du nur entspannen und keine Aufgaben haben. Also „verordnen” wir uns das Liegen auf dem Sofa und wundern uns, dass uns das auch nicht richtig happy macht.

Was kann uns beim all dieser Prokrastination helfen?

Ich nutze beim Arbeiten Zeitmanagement und Struktur-Methoden wie zum Beispiel „Batching” und liebe richtig gute To-Do-Listen. Doch auch bei mir gibt es diese „Aufschieberitis”. Weil zu prokrastinieren laut Psychologen viel weniger mit Zeitmanagement, als mit Gefühlsmanagement zu tun hat. Prokrastination ist eine Vermeidungsstrategie. Tim Pychyl, Psychologe und Leiter der Procrastination Research Group, sagt: „Wir müssen uns auf die guten Gefühle konzentrieren, die wir haben, wenn wir unser Ziel erreichen.”

Das Gefühl, die vor sich hergeschobene Aufgabe endlich, endlich, endlich erledigt zu haben, ist doch auch sowas von gut, oder? Vor allem wenn uns auffällt, dass es doch gar nicht so schwer war und das Ergebnis uns zufriedenstellt.

Vielleicht können wir uns beim nächsten „Aufschieberitis”-Anfall daran erinnern, wie gut es sich angefühlt hat, als wir diese lästige Aufgabe endlich erledigt hatten. So richtig reinfühlen in dieses gute Gefühl.

Und jetzt klickt rüber zur Reise-Kategorie oben im Menü, denn die kann ich Euch mit all den Unterkategorien jetzt mit so einem richtig, richtig guten Gefühl präsentieren.

Bild: Sophie Wolter


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