Life at 30: Kann mich etwas langfristig glücklich machen?

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Glücklich sein – wollen wir alle. Was ich in letzter Zeit aber immer wieder merke: Viele Dinge machen mich nicht langfristig glücklich. Aber geht das auch überhaupt?

Und was willst Du so vom Leben? Glücklich sein. Standard-Antwort. Hat jeder von uns schon mal gegeben. Aber sie ist auch so wahr. Was bringt Dir Reichtum und Erfolg, wenn Du am Ende allein in Deiner Villa sitzt und heulst? Geld allein macht nicht glücklich. Wissen wir. Aber gibt es überhaupt etwas, das uns langfristig glücklich machen kann?

Wir haben oft eine Vorstellung von den Dingen, die uns glücklich machen werden. Die nächste Gehaltserhöhung, der Job-Erfolg, die neue Designer-Tasche, das freie Wochenende. Was mir allerdings immer wieder auffällt: Dieses Glücksgefühl hat ein Verfallsdatum. Und das ist meist ziemlich kurz.

Ich erlebe es oft, wie schnell die kurze Euphorie und das Glücksgefühl wieder weg sind. Klar freut man sich – aber meist dauert das großartige Gefühl nur ein paar Tage an. Dann ist es weg. Und im Kopf sind neue Ziele und Wünsche.

Kann uns etwas wirklich langfristig glücklich machen?

In einem sehr interessanten Buch, 10% Happier, das ich Euch auch schon vorgestellt habe, wird das auch thematisiert. Dass wir immer glauben, eine Sache könnte uns wirklich langfristig glücklich machen. Bis wir merken, dass das so gar nicht möglich ist.

Nehmen wir den Job-Erfolg. Da arbeitet man auf ein Ziel hin und freut sich riesig, wenn man es erreicht hat. Aber ein paar Tage später ist das Glücksgefühl schon wieder verpufft. Zack – weg. Und es gibt immer (!) sofort ein neues, noch höheres Ziel, das angestrebt wird. Das bedeutet aber nicht, dass wir erreichte Dinge nicht wertschätzen können. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es völlig normal ist, dass das Glücksgefühl nicht lange anhält. Du strebst immer nach mehr. Etwas zu erreichen macht Dich nicht langfristig glücklich. Wir setzen uns sofort neue Ziele. Und das ist ganz natürlich.

Ziemlich niederschmetternd für eine schöne Life at 30 Kolumne vor dem Wochenende, oder? Aber es gibt auch eine kleine Anleitung zum Glücklich sein von mir.

Und wie werden wir jetzt glücklich?

Ich versuche mir mein Glück immer häufiger bewusst zu machen. Zu reflektieren. Dankbar zu sein. Setz Dich mal fünf Minuten hin und visualisiere, wofür Du gerade so richtig dankbar bist. Was so richtig gut läuft. Mir das bewusst zu machen, das schafft es mich langfristiger glücklich zu machen. Viel zu oft verdrängen die negativen kleinen, die großen schönen Dinge in unserem Bewusstsein.

Glückliche Ehe? Check! Hobby zum Beruf gemacht? Check! Gesund? Check! Tolle Freunde und Familie? Check! Da wird mir erst richtig bewusst, was ich doch für ein Glück habe. Und auch wenn gerade mal nicht alles rund läuft – ein paar Dinge findet man auf jeden Fall, die einen so richtig glücklich machen. Die müssen wir uns immer wieder selbst bewusst machen.

Übrigens hält das Glücksgefühl bei schönen Erfahrungen und guten zwischenmenschlichen Beziehungen viel länger an, als beispielsweise bei einem beruflichen Erfolg oder einem Einkauf. Vielleicht liebe ich das Reisen deshalb so sehr. Meine Artikel über unseren Florida Roadtrip schaffen mir schöne Erinnerungen und machen mich auch nach dem Erlebten jetzt noch glücklich. Mit Freunden oder der Familie zu verreisen, das macht mich gleich doppelt glücklich.

Und: Weil ich jetzt weiß, dass durch etwas langfristig glücklich zu werden, eher illusorisch ist, ist die Enttäuschung nicht mehr so groß, wenn die Glücksgefühle schnell von 100 auf Null zurück gehen. Wir müssen fürs langfristig Glücklich sein mitarbeiten – und wenn das nur bedeutet, dass wir uns selbst immer wieder bewusst machen, womit wir verdammt viel Glück haben.


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