Life at 30: Dieses ständige Abwägen

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Soll ich? Soll ich nicht? Dieses Jahr und jetzt besonders der Herbst ist ein ständiges Abwägen. Geht es Euch auch so?

Als ich am letzten Wochenende mit einer Freundin lange spazieren war, da sprachen wir über so viele Dinge. Aber natürlich war auch die aktuelle Pandemie-Situation ein großer Teil unserer Unterhaltung. Weil uns wohl kaum etwas so sehr beschäftigt. Und da kam in unserem Gespräch immer wieder ein Wort vor: abwägen. Ja gerade herrscht – wohl nicht nur bei mir – einfach ein ständiges Abwägen.

Einige Maßnahmen sind mittlerweile so selbstverständlich wie Zähneputzen. Zum Beispiel keine Party zu schmeißen, oder im Supermarkt mit Maske einkaufen zu gehen. Aber vieles rund um Corona ist auch eigenes Ermessen. Denn nur weil etwas offiziell erlaubt ist, heißt das nicht, dass man sich dabei auch wohl fühlt. Oder dass man es unbedingt machen muss. Es notwendig ist.

Life at 30: Dieses ständige Abwägen dieses Jahr

Gerade hat mir eine liebe Kollegin einen von ihr veranstalteten beruflichen Termin plus Yoga-Session abgesagt. Aus den Zeilen ihrer Mail konnte ich herauslesen, wie viele Gedanken sie sich gemacht hatte. Und ich konnte es so nachvollziehen. Gerade machen wir uns doch quasi ständig Gedanken. Soll ich? Soll ich nicht?

Berufliche Veranstaltungen bringen mich in eine Zwickmühle. Zusagen oder absagen? Nach einer Zusage im Sommer zu einem Job-Event, bei dem ich mich am Ende so unfassbar unwohl fühlte, weil Kundinnen einfach mit „Ach ich nehme jetzt einfach mal die Maske ab, dann versteht Ihr mich besser” im kleinen Raum überhaupt nicht auf meiner Wellenlänge schwammen.

Aber alles schlichtweg absagen? Auch keine Lösung. Schließlich muss der Job auch irgendwie weitergehen. Also ist es ein ständiges Abwägen in meinem Kopf. Das ist mitunter wirklich anstrengend und ich sehne mir so sehr die Zeit zurück, als ich nichts bedenken musste bei einer Veranstaltungszusage.

„Ist das Café zu klein, um Abstand zu halten?”

Nicht nur im Job kenne ich das Abwägen gerade so gut. Auch im Privatleben. Im Restaurant essen oder lieber nicht? Ist das Café zu klein, um Abstand zu halten? Welche Freizeitaktivitäten sind okay, was sollte man bei den steigenden Zahlen doch lieber sein lassen?

Gerade jetzt im Herbst wäge ich noch mehr ab als noch im Sommer. Schließlich findet jetzt alles wegen der Kälte hinter geschlossenen Türen und Fenstern statt. Nicht mehr draußen.

Wisst Ihr was ich aber bei all dem gelernt habe? Das Gefühl muss stimmen. Und das Wohlfühlen. Da muss man auch für sich einstehen und kann vielleicht nicht auf jeder „Hochzeit tanzen”. Und ich finde, da muss das Gegenüber auch Verständnis haben. Die eine Freundin ist viel „lockerer drauf”. Die andere macht sich mehr Gedanken. Das ist absolut okay.

Es ist doch für uns alle eine so ungewohnte Situation dieses Jahr und jeder versucht eben in seinem Rahmen damit umzugehen. Lasst uns deshalb neue Lösungen finden. Das kann die Zoom-Presseveranstaltung sein oder ein Herbstspaziergang mit einer Kollegin an der frischen Luft.

So wird aus dem ständigen Abwägen ein „neue Wege finden” – und statt schlechtem Gefühl bringt das neue Energie.

Bild: Dennis Kayser


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2 Kommentare

  • Sabine

    16. Oktober 2020 at 21:31

    Ach, Sue! Du sprichst mir – mal wieder – sowas von aus dem Herzen! Das trifft die aktuelle Gefühlswelt einfach so sehr.. Morgen hab ich zwar ein kleines „Muss“ hinter einer Familienfeier, Dank Konfirmation des eigenen Patenkindes und ich fühle mich gedanklich nicht zu 100 % wohl (erstes Mal IM Restaurant sein, seit Corona, mehr Menschen, als ich sie sonst privat treffe momentan), aber ich hoffe doch sehr, dass das gut klappen wird. Denn: viele sind wir tatsächlich nicht in Summe!
    Danke für deine Worte! :-)) LG!

    Antworten

  • Susan Fengler

    19. Oktober 2020 at 11:54

    Hallo liebe Sabine, es freut mich, wenn Du Dich mit meinen Worten identifizieren konntest. Ich hoffe, Du hattest dennoch eine gute Zeit. Liebe Grüße, Sue

    Antworten

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