Life at 30: Tränen, Freude, Wut. Eine Frage der Perspektive

In: Life at 30
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Manchmal weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. So geht es mir gerade. Alles eine Frage der Perspektive.

Mir laufen die Tränen über die Wangen. Vor Freude? Vor Wut? Wegen der Anstrengungen der letzten Wochen? Ich kann es in diesem Moment gar nicht so genau sagen. Gefühlschaos.

Ich bin mal wieder sehr ehrlich zu Euch, aber genau das war eine Situation am letzten Wochenende. Tränen, die gar nicht aufhören wollen. Erleichterung, weil das eBook fertig ist und es so gutes Feedback bekam. Wut wegen der Wohnungssituation und dieser großen Unsicherheit (wieder in der doch eigentlich „besinnlichen” Jahreszeit). Erschöpfung, weil dieser Herbst so unglaublich viel Kraft erfordert, und dann auch beim Launch nicht alles hundertprozentig so lief, wie ich es mir gewünscht hätte.

Und gleichzeitig aber auch Freude, weil ich (echt jetzt!) in all diesem Wohnungschaos ein Buch geschrieben habe. So viel schaffe zu geben in einer sehr schwierigen Zeit für mich. Und dabei so ehrlich war, dass ich mich ein wenig selbst überraschte. Denn was hier scheinbar immer so „easy” rüberkommt, das ist auch ein richtig großes Öffnen meinerseits. Ich habe mich in all dem Chaos des letzten Jahres nicht verschlossen, sondern für Euch geöffnet. Das hat aber auch viel Mut gekostet. Und Kraft.

Wenn man es so betrachtet… Eine Frage der Perspektive

In „Namastay Yourself: Weg vom Erwartungsdruck im Life at 30″ habe ich in einem Kapitel geschrieben: „The grass is not always greener on the other side.” Das musste ich mir diese Woche auch wieder so stark vor Augen führen. Weil in einer so neuen Situation für mich, ein eigenes Buch herauszubringen, natürlich auch viel Unsicherheit mitschwingt. Wann ist mein Launch erfolgreich? Da helfen diese ganzen Social Media Claims à la „Mit 100 Followern hat sie ihre Brotbox 10.000 Mal verkauft” (Übertreibung) natürlich null.

Und da wurde mir wieder eines so klar: Es kommt immer so sehr auf die Perspektive und den Maßstab an. Und diesen Maßstab entscheide doch ich für mich. Ganz allein ich.

Diese Woche habe ich mir viele Gedanken über die Perspektive und Perspektivwechsel gemacht. Weil es mir bei der Wohnungssituation teilweise so sehr hilft, nicht zu versinken, indem ich mich aufrege, sondern die Perspektive zu wechseln.

Klar, das ist nicht schön zu reden, dass wir – obwohl wir Null-Komma-Nix dafür können – so viel mitmachen müssen. Mich hat das letztes Jahr mit den 5 Monaten Auszug in diverse Ersatzwohnungen mitten in einer Pandemie schon umgehauen. Da brauchte ich das jetzt in diesem Winter nicht noch ein zweites Mal. Aber es hilft mir nicht, wenn ich mich da reinsteigere. Denn ich kann es nunmal nicht ändern.

Auf meiner Kerze auf meinem Schreibtisch steht:

Accept what is, let go of what was and have faith in what will be…

(Akzeptiere was ist, lasse los, was war und habe Vertrauen darin, was geschehen wird.)

Und während ich das so lese und gleichzeitig für Euch schreibe, merke ich, dass es so viel in mir bewegt. Was da steht ist so schwer. Aber auch verdammt richtig.

Mir ist es diese Woche wichtig, dass ich nicht nur mich, sondern auch Euch daran erinnere, dass alles eine Frage der Perspektive ist. Mir hilft das gerade so, so sehr.

Bei mir zu sein und meine Perspektive einzunehmen (nicht dieser toxische Insta-Vergleich mit der ganzen Welt, die nur ihre teilweise sogar erlogenen Highlights zeigt). Damit ich mich über meinen Erfolg richtig freuen kann und mich nicht mit völlig Überzogenem vergleiche.

Aber auch die Perspektive in der Wohnungssituation zu wechseln, um nicht in einem Selbstmitleid-/Verzweiflungs-Sumpf zu versinken. Ihr wisst schon Regen und Regenbogen und so.

Das muss kein übertrieben positives „Alles passiert aus einem Grund” (iuh…) oder ein „Wird schon” sein. Vielleicht ist es einfach ein: „Ist gerade beschissen, ABER…”.

Du magst meine ehrlichen Artikel? Dann ist mein neues eBook auf jeden Fall etwas für Dich. Ich freue mich sehr, wenn Du hier mal vorbeischaust!

Bild: Dennis Kayser


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