Life at 30: Der Small Talk Wettbewerb ist mir zu anstrengend

In: Life at 30
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Kennt Ihr noch diese Werbung? Mein Haus, mein Boot… Was soll dieser Small Talk Wettbewerb, wenn man alte Kollegen oder Bekannte wiedersieht?

„Ach, das ist ja witzig. Du hier? Wie lange ist das denn her?” Da trifft man eine Kollegin von früher oder eine alte Bekannte. Und statt sich wirklich kurz zu erzählen, was es so Neues im Leben gibt, geht der Small Talk Wettbewerb auch schon los.

Ding, ding, ding – Runde eins beginnt. Let the small talk begin!

Dieser Small Talk Wettbewerb ist mir zu anstrengend…

Man hat sich lange nicht gesehen, war nie wirklich dicke. Da geht der Small Talk auch schon los. „Wie geht’s Dir?” Und in 90% der Fälle von beiden Seiten hier keine ehrliche Antwort. „Suuuuper. Alles läuft sooo gut.” Wird da gesäuselt. Klar eine Ehekrise oder Krankheitsgeschichte will man hier nicht ausbreiten. So gut kennt man sich jetzt doch nicht. Aber ein „ganz gut gerade viel um die Ohren und wie geht’s Dir?” wäre vielleicht passender gewesen als die übertriebene Happiness von ihrer Seite, hört man aber selten.

Aber dann kommt ja auch schon – Pam Pam Pam – die aus der Werbung bekannte Haus und Boot Szene. Häufig aber erst einmal der Job. Sie wurde natürlich befördert oder hat einen neuen Job. Dass deswegen gerade alles super stressig ist, erfährt man natürlich nicht. Wir sind ja beim Small Talk. Also ist der 60-Stunden-Job natürlich „wahnsinnig interessant, herausfordernd und großartig”. Würde sie gerade zwischen zwei Jobs stehen, hieße das natürlich Sabatical. Ist ja auch gerade so angesagt „sich Me-time zu gönnen”. Es wird so gut es geht die bestmögliche Fassade beschrieben. Warum überhaupt unterhalten? Wirklich etwas erfahren wir ja doch nicht.

Versteht mich nicht falsch, ich will auch nicht jeder x-beliebigen Bekannten von früher mein tiefstes Seelenleben offenbaren. Aber diesen oberflächlichen Small Talk mitzubekommen oder selbst mitten drin zu stecken. Das ist irgendwie ganz schön anstrengend…

Wie wäre es denn mit einem gesunden Mix aus Realität und Persönliches für sich behalten. Würde dann vielleicht sogar dazu führen, dass man wirklich einmal einen Kaffee trinken geht. Als sich nur hinterher zu flöten „Oh wir müssen uuunbedingt ganz bald einmal lunchen gehen.”

Bild: Unsplash.com



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