Life at 30: Neuer Lebensabschnitt, neue Kolumne

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Ich bin jetzt dreißig. Statt mit der Lupe erste Augenfältchen zu zählen, schreibe ich für Euch lieber eine neue Kolumne: Life at 30. Willkommen in meinem – und unserem? – neuen Lebensabschnitt.

Life at 30 – ein Blick zurück

Als ich aufwuchs, da begleiteten mich Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg. Auf Hörspielkassetten. Einen Film nahm man mit dem Videorekorder auf. Gespielt wurde draußen und meine Mutter musste sich immer fürchten, weil wir auf die höchsten Bäume im Wald kletterten.

Ins Internet konnte man nur am Computer. Meine Teenagerzeit wurde begleitet von einem „A-au” – dem ICQ-Geräusch. Auf dem Handy gab es erst einmal keine Farben. Wahnsinn, dass das eine blau und nicht grün leuchtete. Unser Lieblingsspiel? Snake. Nachts wenn man eigentlich schlafen sollte, kam das Leuchten unter der Bettdecke nicht von einem Display. Sondern von der Taschenlampe beim heimlichen Harry-Potter-Lesen.

Die Welt meiner Jugend war nicht so vernetzt. Ich wusste nicht, dass reiche Hamburger Teenies schon mit 16 mit Chanel-Handtaschen rumliefen und es hätte mich auch gar nicht interessiert. Viel wichtiger war das Basketballtraining – nicht auf der PlayStation, sondern in der Sporthalle. Ich bin heute sehr froh, dass es so war. Mobbing und Tränen gab es aber trotzdem – machen wir uns nichts vor.

Jetzt bin ich 30 – also eigentlich erwachsen, oder?

Hätte man mein 15-jähriges-Ich damals gefragt, wie mein Leben mit dreißig aussehen wird? Ich hätte gesagt: „Oh Gott, da bin ich so alt und erwachsen.” Da habe ich auf jeden Fall alles im Griff. Weiß genau was ich will. Habe schon Mann, Haus und Kind. Auf jeden Fall aber zumindest einen Hund.

Und wie ist es jetzt? Ich weiß was ich will, das stimmt. Erwachsen fühle ich mich allerdings nur, wenn ich gerade wie heute die Steuerunterlagen zusammensuche. Habe nicht immer das Gefühl alles im Griff zu haben und habe weder Haus noch Kind. Dafür bin ich hoffentlich bald „die coole Tante”. Und das Wichtigste: Ich bin glücklich. Manchmal wenn ich ganz erwachsen meine Deadline bei einem Artikel einhalte und manchmal wenn ich wie früher mit Toffifee in der Hand auf dem Sofa liege und Quatsch im Fernsehen schaue. Ein bisschen Kind sollten wir immer bleiben.

Es gibt nichts Traurigeres auf der Welt,
als an einem Weihnachtsmorgen aufzuwachen
und kein Kind zu sein. (Emma Bormbeck)

Welche Blog-Veränderung es außer der neuen Kolumne noch gibt? Erfahrt Ihr hier!



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