Life at 30: Mal Fünfe gerade sein lassen…

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Wo mir der Kopf steht? Weiß ich manchmal gar nicht. Aber langsam lerne ich, dass man auch mal Fünfe gerade sein lassen muss.

Ich habe einmal einen Artikel geschrieben, der hieß „Den größten Druck machst Du Dir selbst”. Und man sagt das ja sehr selten über sich, aber: Ich hatte da sowas von Recht.

So wie gerade jetzt. Wegen Instagram, Pinterest, Mails, Blogangebote schreiben, habe ich gerade nicht mehr viel Zeit bis zu meinem Termin. Ich könnte diesen Artikel auch heute Nachmittag in der Pause zwischen den beiden Terminen schreiben. Aber ich habe ihn mir für heute Vormittag vorgenommen. Also werde ich, wenn ich hier fertig getippt habe, wohl beim Schminken und fertigmachen (im Home Office trage ich kein Make-up) in Stress verfallen. Mein eigens ausgedachter Schedule setzt mich unter Druck. Eigentlich doch ziemlich schwachsinnig, oder?

Warum ich lernen muss Fünfe gerade sein zu lassen

Was ich in den letzten Jahren gelernt habe? Perfektionismus macht nicht glücklich. Klar, ich bin kein Typ, der mal was schleifen lässt. Das würde mich auch unglücklich machen. Aber wenn ich heute etwas nicht schaffe, dann mache ich es eben morgen. Auch wenn ich mir vor mir selbst dann kein imaginäres Superwoman-Cape überwerfen kann und mir abends nochmal so richtig auf die Schulter klopfen.

Letzte Woche habe ich mir an einem Tag gesagt: Wenn in Deutschland im Mai schon mal Sommer ist, dann raus in die Sonne! Natürlich müssten eigentlich die Fenster geputzt werden. Und arbeiten könnte ich sowieso 24/7 (auch weil mir mein Job so Spaß macht). Aber mich zu zwingen mal Fünfe gerade sein zu lassen und sonntags einfach im Schwimmbad abzuhängen – das tat so gut.

Mit 30 lerne ich langsam: Nicht nur das Perfekte ist erstrebenswert. Sondern auch gerade das „Scheiss drauf! Jetzt erst mal das Leben genießen!”. Heute schaffe ich wegen der vielen Termine die Wäsche nicht. Na und? Ist nicht so als hätten wir morgen dann nichts mehr anzuziehen. Ich hasse den Ausdruck „Chill mal”. Aber manchmal muss ich ihn lieben lernen.

Zwingt Euch nicht ständig selbst zur Perfektion. Lacht in der Sonne! Tanzt im Wind! Und lasst auch mal Fünfe gerade sein.

Bild: Dennis Kayser



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