Warum können wir nicht gönnen?

In: Lifestyle
suelovesnyc gönnen können

„Gönn Dir” ist ein Ausdruck den gerade viele benutzen. Aber eigentlich können wir gar nicht mehr gönnen…

Wir leben in einer ehrgeizigen Gesellschaft. Konkurrenzdenken wird uns heute schon in die Wiege gelegt. Bzw. in den Kinderwagen, der aber ja von der und der Marke sein muss. Sonst kann aus dem (natürlich in mehreren Sprachen erzogenen) Kind ja schon gar nichts werden. Nicht nur in der Schule und der Uni geht es darum, der Beste zu sein. Auch im Privatleben. Wenn man andere als Konkurrenz sieht, dann führt das zu Vergleichen. Warum kann sich der Nachbar ein neues Auto leisten und ich nicht? Wieso wird die Kollegin befördert, obwohl ich doch so viel arbeite? Was bei solchen Gedanken auf der Strecke bleibt: das Gönnen.

Wenn man sich gegenseitig doch nur etwas gönnen könnte…

Der größte Feind des Gönnens? Der Neid! Wir bekommen im Alltag und überall auf Social Media einen Lifestyle präsentiert, der so erstrebenswert ist. Nur, dass er oft gar nicht so nah und erreichbar ist und wie viel harte Arbeit meist wirklich dahinter steckt, das kommuniziert keiner. Die Folge: Neid. Wir vergleichen uns wieder mit anderen. Wieso fahren die denn schon wieder in den Urlaub und wir schuften zu Hause? Wie kann sie sich denn schon wieder eine neue Handtasche leisten?

Statt anderen ihren Erfolg zu gönnen, neiden wir ihnen ihren Lifestyle. Wieso fällt es uns so schwer, uns für andere zu freuen? Im Business fängt das bei Blog-Kooperationen an („Die passt doch gar nicht so gut zur Marke.”) und hört im Privatleben aber dann nicht auf. Wären wir nicht auch selbst viel glücklicher, wenn wir uns einmal so richtig mit jemandem freuen würden? Ich weiß, es ist wirklich schwer. Aber vielleicht müssen wir uns einfach ganz bewusst mehr anstrengen…

Der größte Vorteil beim Gönnen? Nee, ich rede jetzt nicht von Karma (Yoga jede Woche hin oder her). Sondern vom Gefühl. Sich für andere zu freuen, das fühlt sich doch so viel besser an, als neidisch zu sein. Oder?



2 comments

  • Tine

    September 28, 2016 at 12:28 pm

    Schöne Worte Sue! <3
    Freude mit anderen zu teilen ist doch so viel schöner als nagender Neid…
    Tine

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