Einmal Nordsee-Romantik im Upstalsboom Hotel Deichgraf

In: Travel
hafen wremen

Kennt Ihr den Film “The Holiday”? Ich habe mich kurz gefühlt wie Cameron Diaz als ich am Freitag meinen Koffer den Deich hinauf rollte. Von Hamburg nach Wremen. Ja Wremen, nicht Bremen. 1500 Einwohner, auf jeden eine Ferienwohnung und… ja und ein echer Hotel-Traum.

Einfach mal raus – das brauchte ich nach durchgearbeiteten Monaten dieses Wochenende ganz dringend. Die Checkliste, die erfüllt werden musste: nicht zu weit weg, Meer (also Nordsee oder Ostsee), frische Luft und vor allem Ruhe (!). Travelcircus schlug mir das Upstalsboom Hotel Deichgraf in Wremen vor. Da musste ich erstmal Google Maps aktivieren. Wremen ist ziemlich nah an Bremerhaven und unter Cuxhaven an der Nordsee. Ca. 2 Stunden Fahrt (2 1/2 Std mit dem Zug) von Hamburg aus und voilà: höre nur noch ein paar Möwen und sehe viele Schwalben (die am Hotel auch ihre Nester haben), atme gaaanz tief frische Seeluft ein und stehe nach meiner Cameron Diaz Szene vor einem imposanten großen Hotel-Gebäude direkt auf dem Deich.

Die Location des Hotel Deichgraf

Das Besondere: Auf einem Deich darf so eigentlich gar kein Hotel gebaut werden, da die Betonpfeiler im Boden den Deich schwächen. Da die aber schon ziemlich lange vorhanden waren und dort eine Ruine auf die Fertigstellung wartete, darf der Deichgraf als einziges Hotel in Deutschland dort oben thronen. Die Hoteldirektoren mussten zwar schon einmal bibbern, weil bei einer Sturmflut das Wasser ziemlich nah ans Hotel kam – bisher ging aber alles gut und der Blick… ja der Blick.

Meerblick kann meiner Meinung nach ziemlich wenig überbieten. Und deswegen stand ich nach meiner Ankunft solide 15 Minuten einfach nur stocksteif auf dem Balkon und habe ganz tief eingeatmet. Morgens war das Wasser dann auf einmal weg (jaja ihr wisst schon Ebbe und Flut) und ich konnte eine Familie beim Wattwandern beobachten. Wandern – naja – bis das Kind mit dem Gummistiefel stecken blieb und vom Vater “gerettet” werden musste.

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Romantik am Standesamt-Leuchtturm

Als erstes bin ich übrigens nach meiner Meer-Starre auf dem Balkon direkt zum kleinen Hafen gelaufen. Dort liegen nicht nur die Fischerboote und man kann an drei Ständen frische Krabben (unbedingt probieren!) und Fischbrötchen essen – Wremen hat auch einen richtig hübschen kleinen Leuchtturm. Der ist nur fünf Meter hoch, ist aber wirklich klein aber oho. Im Leuchtturm befindet sich nämlich ein Standesamt. Da passen auch wirklich nur Standesbeamter und Brautpaar rein – die Gesellschaft muss dann einfach vor dem Leuchtturm warten. Bisschen was anderes als das 08/15-Amt hier in Hamburg mitten in der Stadt.

Zwischenhalt in New York

Vor dem Sonnenuntergang-Romantik-Spaziergang mit meinem Freund abends, machten wir einen kurzen Ausflug (ca. 25 min mit dem Auto) nach Bremerhaven ins Auswanderer-Museum. Für mich ein unglaublich emotionaler Besuch, weil mein Vater mit meinen Großeltern und meinem Onkel hier selbst im Oktober 1956 nach New York ausgewandert sind. Das Auswandererhaus ist kein typisches Museum, sondern man kann selbst ziemlich eindrucksvoll (inklusive Schlafkojen und Nachbau der Grand Central Station) die einzelnen Stationen erleben. Gänsehaut inklusive!

Wohlfühlen im Hotel

Ich habe in den letzten zwei Tagen nicht nur Unmengen an Krabben und Fisch gegessen – im Hotel Deichgraf gibt es auch einen meiner Lieblingstees von Ronnefeldt. Unbedingt den Herbs & Ginger probieren und abends die speziell für die Upstalsboom Hotelkette (psst… die haben noch ein paar mehr Hideaways an Nord- und Ostsee) Tee-Mischung. Eine schmeckt nämlich nach Rum und Rosinen – quasi Ritter Sport Trauben Nuss Schoki als Tee und alles ganz ohne Kater.

Aufgewärmt habe ich mich nach dem Deich-Spaziergang auch im kleinen aber sehr hübschen Wellness-Bereich mit Sauna und Dampfbad. Einige Zimmer haben auch eine eigene Whirlpool-Badewanne.

Ihr seht schon: Absoluter Nordsee-Hoteltipp, vor allem, wenn ihr einmal Ruhe braucht und schöne Stunden mit euren Liebsten verbringen wollt!

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In Kooperation mit Travelcircus.de



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