Klimaabkommen: Und ich kann nur zuschauen

In: Lifestyle
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Ich versuche mir einzureden, dass ich etwas tun kann. Den Klimawandel aufhalten. Irgendwie. Dass jeder im Kleinen anfangen kann. Und dann kommen News wie diese Woche zum nicht unterzeichneten Klimaabkommen.

Oft werde ich hier wirklich nicht politisch, schließlich geht es auf dem Blog eigentlich um andere Themen. Aber diese Woche fühlte ich mich so sehr als Zuschauer in meiner eigenen Welt, dass ich zumindest hier ein Outlet brauche. Ein Outlet für meine Wut. Für mein Unverständnis für ein Land, das doch gefühlt meine zweite Heimat ist.

Am liebsten würde ich ganz laut schreien: Tut doch endlich etwas! Stattdessen schreibe ich eine Facebook-Statusmeldung. Es muss raus. Auch wenn es nichts bewirken wird.

Warum mich die News um das nicht unterzeichnete Klimaabkommen so trifft?

Weil ich mir die ganze Zeit ganz naiv einrede, dass wir alle etwas tun können. Im Hinblick auf den Klimawandel zum Beispiel mit Jutebeuteln statt Plastiktüten einkaufen gehen oder im Sommer mal mit dem Rad statt mit dem Bus fahren. Wir bemühen uns im Kleinen. Und da kommt dann die große Macht USA und unterzeichnet einfach das Pariser Klimaabkommen nicht. Nicht, weil die USA als Land diese Entscheidung getroffen hat. Nein, nur ihr orangehäutiger Häuptling. Und ich: Ich kann nur ungläubig jede Meldung lesen, die darüber online geht. Kopfschüttelnd will ich Plakate schreiben mit der Aufschrift:

Der Klimawandel ist keine Glaubensfrage, sondern Wissenschaft!

Ich gebe es zu: In letzter Zeit habe ich ab und an versucht zu verdrängen. Habe mir einreden wollen: Das wird schon alles. Schließlich liegt nicht alles in einer Hand. Es gibt doch für jedes Thema zig Berater. Aber stattdessen wird alles immer nur schlimmer.

Bitte liebe Politiker und liebe Welt, wacht endlich auf bevor es zu spät ist. Tut etwas! Denn ich komme mir einfach nur noch vor wie ein Zuschauer. Und das ist ein verdammt mieses Gefühl.

Bild: Dennis Kayser



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