Interview mit Chi Chi Fan und ganz große Taschen-Liebe

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Chi Chi Fan – mit diesem Namen muss man doch eigentlich auch Designerin werden, oder? Ich habe Chi Chi Fan in ihrem neuen Store in Hamburg getroffen und mit ihr über Bags, Hamburg und auch ihren Bruder William gesprochen.

Wenn Ihr Taschen liebt und mal in Hamburg seid, dann ist der Chi Chi Fan Store in der Poststraße 25 euer Place-to-be. Auf coolen Beton-Regalen werden hier Bags mit viel Liebe zum Detail präsentiert. Psst.. Wenn Ihr ganz genau hinschaut, dann seht Ihr sogar, dass die Schnalle der Tasche genau so aussieht wie der Griff der Schränke, die diese präsentieren.

Ich war vor ein paar Tagen bei Traumwetter morgens bei Chi Chi Fan im Store – hier ist das Interview!

Was war die Ursprungsidee hinter deiner Taschen-Kollektion?

Das Konzept ist: Man hat einen Style und den aber in vielen verschiedenen Farben. Die Idee ist ein Mix & Match – bei dem man die verschiedenen Farben kombiniert, z.B. ein Portemonnaie in einer anderen Farbe als die Tasche, aber es passt trotzdem gut zusammen. Darüber hinaus habe ich aber auch immer eine andere Kollektion. Das hebt sich ab und ist ein anderes Thema und auch ein anderes Material.

Wann bringst du immer neue Kollektionen heraus?

Nicht so ganz der Mode entsprechend zwei Mal im Jahr, weil ich viel im Konsumgüterbereich auf Messen bin. Die Taschen, die ich beispielsweise im Januar auf der Messe vorstelle, kommen dann im Mai/Juni.

Du kommst ja aus einer Modefamilie – dein Bruder William Fan macht sich gerade in Berlin als Designer einen Namen…

Ja, ich habe hier im Store auch ein paar ausgewählte Stücke von ihm, die man auch hier kaufen kann. William ist mein kleiner Bruder und das ist mittlerweile seine dritte Kollektion. Seine letzte Kollektion konnte man in Berlin beim Vogue Salon sehen. Meine Mädels hier im Store werden auch demnächst Kollektionsteile von ihm tragen. Das passt ja auch gut zusammen.

Wieso konzentrierst du dich speziell auf Taschen?

Eigentlich komme ich aus einem ganz anderen Bereich und bin eigentlich Betriebswirtin. Ich habe als Projektmanagerin gearbeitet und habe vor 14 Jahren mein Hobby zum Beruf gemacht. Das fing damit an, dass ich viel genäht habe. Die ersten Taschen hießen damals noch Herzallerliebst. Da habe ich mit Stoffen gearbeitet und ein kleines Relikt dieser Zeit ist das Vichy-Futter, das es bald aber auch nicht mehr geben wird. Das hat alles so eine Eigendynamik entwickelt, anfangs war das gar nicht so geplant, dass ich einmal eine eigene Taschenfirma habe.

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Und wie wurde aus Herzallerliebst dann schließlich Chi Chi Fan?

Ein paar Jahre später habe ich angefangen mit Leder zu arbeiten und zu einer Ledertasche passt Herzallerliebst nicht so gut. Weil es schnell gehen musste, habe ich dann erst einmal meinen eigenen Namen genommen. Es haben aber auch alle gesagt: das musst du nehmen, das passt so gut.

Deine Familie kommt ja ursprünglich aus Hongkong, bist du viel dort?

Wir drei Kinder sind in Deutschland geboren, aber mein Bruder lebt jetzt in Hongkong und ich produziere in China – da ist es schön, dass ich ihn besuchen kann. Da habe ich zu meiner Heimat einen ganz anderen Zugang bekommen. Hongkong inspiriert mich auch in meiner Arbeit. Wenn du da durch die Straßen läufst und da ist so viel Licht und alles ist bunt – da ist auch Herzallerliebst entstanden.

Welche Bag müssen wir diesen Sommer unbedingt haben?

Diesen Sommer unbedingt die kleinen Bags – ist auch so praktisch, wenn man beim Shopping die Hände frei hat.

Ich habe mich übrigens in die Kollektion, die ab Ende Juni erhältlich ist (oben im Foto), verliebt. Jetzt ist nur noch die Frage: Welche Farbe?



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