Generation-Y: Nie ist es genug

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Was wenn Du eigentlich alles hast, es aber trotzdem nie genug ist? Heute teile ich wieder einmal ehrliche Gedanken zur Generation-Y mit Euch.

Wie oft sitzt Du da und denkst Dir: Wow, läuft bei mir. Mein Leben ist gerade echt großartig? Und wie oft sitzt Du da und denkst: Mann, hätte das jetzt mal geklappt. Wieso bekommt der den Auftrag und nicht ich?

Nie ist es genug – Warum es der Generation-Y so schwer fällt glücklich zu sein

Ehrlicherweise kennen wir die zweiten Gedanken aus unserem Alltag doch viel häufiger. Aber warum fällt es unserer Generation-Y so schwer glücklich zu sein? Ganz einfach: Nie ist es genug.

Wir sind in einer Welt aufgewachsen, in der alles dank Globalisierung ganz nah scheint, auch wenn es tausende Kilometer entfernt ist. Wissen dank Social Media alles von anderen (bzw. noch viel schlimmer: nur das Positive, das sie uns zeigen wollen). Immer wenn Du selbst etwas erreicht hast, wird Dir aufgezeigt, dass andere noch viel mehr erreicht haben. Immer ist jemand noch erfolgreicher, noch schöner, noch reicher, noch beliebter. Nie ist es genug.

Früher zählte das Lob der Eltern, der Lehrer oder des Arbeitsgebers. Heute wollen wir von der ganzen Welt gelobt werden. Wir definieren uns über Likes unter einem Foto. Dabei sollte ein Kompliment IRL (in real life) doch so viel mehr zählen. Aber es reicht uns nicht. Wir brauchen die Bestätigung. Nie ist es genug.

„Alles ist möglich” ist oft Fluch statt Chance für die Generation-Y

Wir sind aufgewachsen mit dem Gedanken „alles ist möglich”. Und genau das macht uns das Leben schwer. Deshalb sind wir eigentlich nie zufrieden mit dem was wir haben. Die ganzen Optionen sind oft weniger Chance als Fluch. Wir müssen es nicht nur uns selbst beweisen oder unserem näheren Umfeld, sondern am besten der ganzen Welt. Nie ist es genug.

Ich heirate dieses Jahr meinen besten Freund, habe tolle Freunde, einen großartigen Job, in dem ich erfolgreich bin. Und trotzdem sitze ich nicht abends auf dem Sofa und denke: Mann, habe ich ein Glück. Das sollte ich aber. Nicht 24/7, aber immer mal wieder.

Was wir machen müssen, um glücklich zu sein? Wir müssen wieder anfangen, uns mehr auf uns selbst zu konzentrieren. Eigene Erfolge auch wirklich anerkennen. Auf der anderen Seite der Welt verdient jemand noch mehr? Ist noch erfolgreicher? Oder scheint das perfekte Privatleben zu haben? Schön für ihn. Aber verliere dabei nicht aus den Augen, dass Du vielleicht für andere genau diese Person bist.

Bild: Dennis Kayser



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