Die Anderen, die Anderen, die Anderen

In: Lifestyle
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Immer geht es um die Anderen. Warum mich das im Job und in meinem Umfeld so sehr nervt und ich versuche dagegen anzukämpfen?

Wusstet Ihr, dass die Anderen eigentlich kleingeschrieben wird und nur, um das Substantiv zu betonen groß? Ja, heute will ich das Substantiv betonen. Es geht genau um dieses. Um unsere ständigen Vergleiche mit eben diesen Anderen.

Langsam bin ich davon überzeugt, dass der Weg zum Glück ist, sich auf sich selbst zu fokussieren. Und damit meine ich nicht asozial zu sein und nur an sich zu denken. Ich meine damit: Jeder einzelne Tag sollte dazu genutzt werden, dass ich zufrieden mit meinem eigenen Leben bin. Wofür kann ich dankbar sein? Was habe ich erreicht (und das nicht nur im Job)? Was kann ich noch besser machen? Ich.

Es geht einfach viel zu oft um die Anderen

Warum viele aus meiner Generation-Y konstant unterschwellig unzufrieden sind? Weil sie den Blick immer auf den Anderen gerichtet haben. Und da werden natürlich immer nur die positiven Dinge gesehen. Die Eine hat eine scheinbar perfekte Figur, die Andere schon ein Kind, der Eine wurde gerade befördert und der Andere reist für Jobs jede Woche in eine andere Traumstadt.

Früher verglichen wir uns mit unserem direkten Umfeld, heute vergleichen wir uns via Social Media mit der ganzen Welt.

Der ständige Vergleich mit den glattpolierten Highlights der Anderen macht uns unglücklich. Weil wir eben nicht sehen, dass der, der gerade befördert wurde, vor lauter Stress gar keine Zeit mehr für seine Freunde hat. Oder der, der für den Job reist, deswegen keine Beziehung mehr hat. Und witzigerweise würde die mit dem Kind nach einer schlaflosen Nacht auch nur all zu gern eine Woche mit der Singlefreundin tauschen. Und die mit der scheinbar perfekten Figur beneidet ihre Freundin, um das Stück Sahnetorte, das sie sich selbst ständig verbietet. So drehen wir uns im Kreis. Jeden Tag.

Wir sehen nur das ultimativ Positive – die Highlights – und vergleichen uns mit diesen. Und da müssen wir ja schlechter abschneiden.

In meinem Leben geht es aber schließlich doch um mich und nicht um die Anderen.

Bild: Dennis Kayser



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